Motorsport: „Ein einzigartiger Grand Prix“

Motorsport : „Ein einzigartiger Grand Prix“

Motorsport Formel 1: Beim Emmericher Nico Hülkenberg ist die Vorfreude auf das Rennen in Japan groß. „Alles macht diese Strecke besonders“, sagt der 32-Jährige.

Bei diesen sechs Buchstaben steigt bei den Formel-1-Piloten die Vorfreude. „Japan ist ein einzigartiger Grand Prix, auf den ich mich das ganze Jahr freue“, sagt der Emmericher Nico Hülkenberg. „Alles macht diese Strecke besonders.“ Beim 17. Umlauf der diesjährigen Saison am kommenden Sonntag (7.10 Uhr, RTL) will der Renault-Mann die Punkte einsammeln, die er bei den vergangenen beiden Rennen in Singapur und Russland jeweils hat liegen lassen. Trotzdem: Rang vier in der Gesamtwertung ist für das französische Team um Hülkenberg und Daniel Ricciardo noch immer im Bereich des Möglichen. 33 Punkte fehlen derzeit zu McLaren.

Hoffnung gibt dem 32-Jährigen, dass Renault mit einem neuen Aerodynamik-Paket im Gepäck nach Asien fliegt. So wird am Freitag unter anderem ein neuer Frontflügel an Hülkenbergs Dienstwagen montiert werden. „Wir erwarten mehr Abtrieb und Grip“, erklärt Nick Chester, technischer Direktor des Teams. Der ist dringend nötig. Die vielen S-Kombinationen im ersten Streckenabschnitt bereiten den Piloten zwar viel Fahrspaß, doch für die Ingenieure bedeutet das in erster Linie Arbeit. „Es ist eine Herausforderung, den richtigen und nötigen Grip auf der Vorderachse in Sektor eins mit den vielen Richtungswechseln zu finden, aber auch die nötige Stabilität, um den Fahrern Vertrauen zu geben.“

Davon sollte Hülkenberg eine Menge haben. Schließlich zeigte in den vergangenen Wochen seine persönliche Formkurve nach oben. Und auch sein Auto war deutlich konkurrenzfähiger als noch zu Jahresbeginn. Dann kam jedoch ein kleiner Rückschlag mit enttäuschenden Resultaten: Rang neun in Singapur, ein Platz dahinter in Russland. „Es ist klar, dass das frustrierend war“, sagt Hülkenberg nun vor dem Japan-Rennen. „Besonders unsere Sonntage müssen sauberer werden, aber das ist auch abhängig von einer ganzen Reihe an Faktoren: von mir, vom Team und auch von Dingen, die wir nicht beeinflussen können“, so der Emmericher.

Wie etwa vor zwei Wochen in Sotschi, als eine Virtual-Safetycar-Phase zum falschen Zeitpunkt kam. Hülkenberg verlor viel Zeit. „Wir müssen uns in Japan viele Punkte als Ziel setzen“, so der 32-Jährige weiter. In den vergangenen beiden Jahren schaffte er es in Japan nicht ins Ziel.

Ob er auch in der nächsten Saison ein Formel-1-Auto um den Suzuka International Racing Course steuern wird, ist noch unklar. „Ich sehe mich schon noch die nächsten paar Jahre in der Formel 1“, sagte der Emmericher zuletzt im Gespräch mit „t-online“.

„Ich glaube, rein physisch hätte ich noch einiges an Luft. Ob ich bis Ende 30 fahren werde, ist fraglich. Aber ich habe Bock und bin heiß und habe Ziele, für die ich arbeite. Ich würde ungern aufhören, ohne da oben gestanden zu sein.“

Auf einen Podiumsplatz in der Königsklasse des Motorsports wartet Hülkenberg nämlich noch immer. Und dass sich das in den verbleibenden fünf Saisonrennen ändern wird, ist unwahrscheinlich.

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