Lokalsport: Ed Kreyenbrink fürs Lebenswerk geehrt

Lokalsport : Ed Kreyenbrink fürs Lebenswerk geehrt

Beim Isselburger Sportlerball stand der 80-Jährige im Mittelpunkt, obwohl er persönlich nicht vor Ort sein konnte. Neben ihm wurden sechs Mannschaften und der erst zwölf Jahre junge Judoka Nils Klumpen ausgezeichnet.

Alle zwei Jahre lädt der Stadtsportverband Isselburg zum Sportlerball ein. Neben vielen Auszeichnungen und Ehrungen ist sicherlich das Showprogramm mitverantwortlich dafür, dass am Samstagabend die Bürgerhalle in Herzebocholt wieder gut besetzt war. Sport tut nicht nur den Menschen, die ihn betreiben, sondern auch den Menschen in den Kommunen gut, meinte Bürgermeister Rudi Geukes in seiner Begrüßungsansprache.

Und selbst wenn man schon in jungen Jahren durch einen Sportunfall beim Fußball gehandicapt ist, muss das nicht das Ende einer sportlichen Laufbahn sein. Bestes Beispiel dafür ist Eduard Kreyenbrink, der für sein sportliches Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Mit seiner körperlichen Behinderung wechselte er in die Volleyball-Abteilung der Behindertensportgemeinschaft und es dauerte nicht lange, bis er dort auch Verantwortung übernahm und Schiedsrichter im Behindertensport wurde. In seiner Laufbahn kann er sogar auf Einsätze bei den Paralympics in New York, Seoul und Barcelona sowie bei den Weltmeisterschaften in Pecs und Las Vegas zurückblicken. Später übernahm er die Ausbildung für die Nachwuchsschiedsrichter in Duisburg, wo er bis 1994 tätig war.

Terisa präsentierte im Showprogramm artistische Darbietungen. Foto: Thorsten Lindekamp

Vielen Isselburgern ist Ed Kreyenbrink zudem als Vorsitzender des VdK bekannt und wer ihn kennt, der weiß auch, dass er sein Akkordeon nicht missen möchte und gemeinsam mit seinen Freunden regelmäßig bei sozialen Veranstaltungen auftritt, was für den mittlerweile 80-Jährigen eine Selbstverständlichkeit ist. "Schade, dass Ed Kreyenbrink die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen kann", sagte Theo Nieland, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, "da er zurzeit im Krankenhaus liegt. Aber wir werden ihm die Ehrung persönlich vorbeibringen".

Zwölf Jahre jung ist erst Judoka Nils Klumpen. Er feierte seinen bisher größten Erfolg mit dem dritten Platz bei der Westfalen- Einzelmeisterschaft in der Gewichtsklasse bis 31 Kilogramm. Er trägt den grünen Gürtel und sein Vorbild ist der Olympiasieger von Peking, Ole Bischof. "In vier Jahren kann ich dann ja auch bei Olympia teilnehmen", sagte der junge Mann mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Für seine sportlichen Leistungen wurde er als Einzelsportler geehrt.

Auch zahlreiche Ehrungen wurden beim Sportball in diesem Jahr wieder vorgenommen. Foto: Lindekamp

Als Mannschaften wurden die Damen 50 des Tennisclubs Isselburg für den Aufstieg in die Bezirksliga und die Volleyball-Spielgemeinschaft Werth/Bocholt für den Aufstieg in die Regionalliga ausgezeichnet. Gleich vier Herrenmannschaften hatten in den vergangenen zwei Jahren hervorragende Leistungen geboten. Die HSG Hamminkeln/Mehrhoog/Isselburg war zuletzt in die Handball-Landesliga aufgestiegen. Die Fußballer des SV Werth hatten 2015 den Sprung in die Kreisliga A geschafft und in diesem Jahr war der Aufstieg ins Kreisliga-Oberhaus dem 1. FC Heelden und dem SC Westfalia Anholt gelungen.

Für das tolle Showprogramm war man nicht nur außerhalb von Isselburg fündig geworden. Die Cheerleader des VfL Anholt und die Zumbagruppe vom Isselburger TV begeisterten mit hervorragenden Showtänzen. Rodolfo Reyes, der Master of Headbalance, zeigte eine hinreißende Balancedarbietung, die in der Welt der Hand- und Kopfequilibristen fast einmalig ist. Terisa wirbelte mit Tempo und Charme bis zu 40 Hula-Hoop-Reifen über die Bühne und die berauschende Dynamik aus Tanz und Licht in der inneren Sphäre einer transparenten Kugel eröffnete eine ganz neue Dimension der Wahrnehmung. Und Bauchredner Heiner Dünkelmann aus Kalkar mit seinem Vogel Strauß Rocco machte einfach nur Spaß.

(RP)
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