Fußball: Die Effektivität des SC Westfalia Anholt

Fußball : Die Effektivität des SC Westfalia Anholt

Kreisliga A: Die Westfalia gewinnt mit 2:0 beim SV Rees und schnuppert weiter an den Aufstiegsrängen.

Westfalia Anholt bleibt an den Aufstiegsrängen dran und hat seinen dritten Platz in der Kreisliga A gefestigt. Die Mannschaft von Thomas Driever hat die Auswärtsaufgabe beim SV Rees mit 2:0 (2:0) gemeistert. „Was mich besonders freut, ist, dass die Jungs alles rausgehauen haben und vor allem auch sehr effektiv aufgetreten sind“, meinte der Anholter Übungsleiter.

Die Hausherren hingegen ärgerten sich, dass bei ihnen Einsatz und Ertrag nicht stimmten. „Das war eine unglückliche Niederlage“, sagte der Reeser Coach Maik Nieuwenhuis. „Wir hatten lange Zeit mehr vom Spiel, aber es fehlte die Durchschlagskraft.“

Beiden Teams merkte man vor allem im zweiten Durchgang die lange und kräftezehrende Saison an. Hinzu kommt, dass die Reeser personell auf dem letzten Loch pfeifen. Für Anholt wiederum war es das dritte Spiel in acht Tagen, mit der Aussicht auf noch zwei anstehende englische Wochen. „Wenn wir in Rückstand geraten wären, hätte es sehr schwer für uns werden können“, so Driever.

Die Gefahr bestand aber zunächst einmal nicht. Denn die Gäste legten los wie die Feuerwehr. In Minute vier vergab Philipp Bortels eine riesige Chance, als er nach Vorarbeit von Ali El-Abbas vollkommen freistehend aus acht Metern den Ball nicht im Tor unterbringen konnten. Fünf Minuten später gab es einen sehenswerten Spielzug über El-Abbas und Matthias Teronde, wobei Letztgenannter eine Direktabnahme knapp am Gehäuse vorbeisetzte.

Eine Zeigerumdrehung später machte es Teronde dann aber besser. Er wurde von Matthias Paus steil geschickt und setzte sich im 1:1 gegen Maurice Hühner durch. Im Fallen spitzelte er den Ball dann vorbei an Torwart-Veteran Manfred Becker in die Maschen (10.).

Mit der Führung im Rücken gab Anholt Ballbesitz großzügig ab, hielt aber seine drei Offensivkräfte – Bortels, El-Abbas und Teronde – weit vorne, so dass die Reeser nicht wirklich aufrücken konnten. Bei den Gastgebern fehlten zum einen Spielideen, zum anderen wurde aber auch viel zu wenig aufs gegnerische Tor geschossen. „Das habe ich in der Pause dann auch angesprochen“, berichtete Nieuwenhuis.

Doch ehe es in die Kabine ging erhöhten die Anholter. Dieses Mal wurde der Angriff schnell über die rechte Seite vorgetragen. Kapitän Tobias Heßeling schickte Roman Hakvoort, der dann eine mustergültige Flanke in den Strafraum schlug. Dort musste El-Abbas nur noch den Fuß hinhalten und markierte so das 0:2 (35.).

Nach dem Wechsel setzten auch die Reeser mal ein offensives Ausrufezeichen. Meriton Arifi dribbelte sich im Strafraum durch. Sein Schuss aus kurzer Distanz wurde von SC-Keeper Nils Terstegen mit dem Fuß entschärft (50.). Einen Flachschuss von Marius Storm lenkte der Schlussmann zur Ecke (55.). Sechs Minuten vor dem Ende behielt Terstegen dann erneut mit einer Fußparade das bessere Ende für sich. „Wir haben unser System beibehalten, da Anholt auch immer gefährlich blieb. Uns hat der Anschlusstreffer gefehlt, sonst wäre vielleicht noch mal was gegangen“, bilanzierte Nieuwenhuis nach der Partie.

SV Rees: M. Becker - F. Becker, Ingelaat, Arifi, Rehm (78. Hübner), Storm, Schlösser, Lufrano, Reuyß, Hühner, Kliemann.

Westfalia Anholt: Terstegen - M. Schirrmacher, M. Paus, Heßeling (59. F. Schirrmacher), Teronde, Schwung (90. N. Schirrmacher), El-Abbas, O. Paus, Bortels (74. Bortels), Hakvoort, Alofs.

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