Lokalsport: Die Defensive ist der Trumpf der Fortuna

Lokalsport : Die Defensive ist der Trumpf der Fortuna

Fußball: Die Mannschaft liegt in der Kreisliga A auf dem fünften Platz. Obwohl der Kader klein ist und viele Akteure ausfielen, haben die Millinger die Hinserie ordentlich absolviert. Demnächst stehen wieder mehr Spieler im Aufgebot.

Der 1:0-Erfolg zum Ende des vorigen Jahres beim Spitzenreiter TuB Mussum war das i-Tüpfelchen auf eine richtig gute erste Saisonhälfte von Fortuna Millingen in der Fußball-Kreisliga A. Mit 25 Zählern liegen die Rot-Weißen auf dem fünften Tabellenplatz.

"Die Mannschaft hat in der Sommervorbereitung super mitgezogen und danach zumeist das gespielt, was wir vorgegeben haben", sagt Trainer Rolf Sent, der vom spielenden Co-Trainer Peter Lörcks unterstützt wird.

Sent ist mit dem bisherigen Abschneiden seines Teams sehr zufrieden: "Es ist nicht so einfach, gegen uns Punkte zu holen." So versuchen die Millinger zunächst einmal, getreu der obersten Maxime des erfahrenen Trainers ("Die Null muss stehen") kompakt und diszipliniert zu agieren. 20 Gegentore in 16 Spielen ist daher auch ein ordentlicher Wert. "Das heißt aber nicht, dass wir enorm defensiv auftreten", relativiert Sent, dessen Team zumeist durchaus auch mit ansprechenden Offensivaktionen zu überzeugen wusste. Mit sechs Treffern ist Alexander Siepen bislang der erfolgreichste Torschütze der Fortuna.

Ein Manko bei der Fortuna ist sicherlich der kleine Kader. Bei mehreren Ausfällen stellt sich die Mannschaft oft von alleine auf. "Wir haben diese Ausfälle aber immer wieder super kompensiert", sagt Sent, der seinen Kader trotzdem gerne ein wenig breiter aufstellen würde.

Der A-Jugendliche Bo Drews, ein Mittelfeldspieler, wird schon zum Start der restlichen Rückrunde zum Aufgebot stoßen. Weitere Nachwuchsakteure sollen zur kommenden Saison nachrücken.

Der Kader werde auf jeden Fall über den Sommer hinaus zusammenbleiben. Es gebe nur noch zwei, drei Fragezeichen, sagt der Millinger Übungsleiter.

Die Fortuna kann derzeit aber nicht mit dem dicken Pfund wuchern, optimal für die Meisterschaft vorbereitet zu sein, denn das Team muss mit dem Nachteil klarkommen, keinen Kunstrasenplatz zu besitzen und in den Wintermonaten nur ganz selten auf den Rasen zu können. "Unsere Aufgabe ist es, die Jungs bei Laune zu halten", sagt Sent, der unter anderem mit seinem Team ein paar Einheiten in der Soccerhalle absolviert hat. Zumindest drei Vorbereitungsspiele konnten die Millinger bestreiten. Nach einem 2:1-Sieg beim A-Ligisten GSG Duisburg und einer 1:6-Niederlage beim SV Vrasselt gab es zuletzt einen 1:0-Erfolg beim Bezirksligisten SV Krechting. "Schade ist, dass die beiden letzten Spiele abgesagt worden sind", sagt der Coach, für dessen Team zum Meisterschaftsauftakt in diesem Jahr erneut eine hohe Hürde in der Kreisliga A wartet. So stellt sich am kommenden Sonntag um 15 Uhr der Tabellenzweite DJK SF 97/30 Lowick auf der Anlage an der Bruchstraße vor - sofern es die Wetterbedingungen zulassen.

Für den Millinger Trainer zählt weiterhin nur der Klassenerhalt: "Wir wollen nicht mehr unten reinrutschen. Wenn wir uns zwischen Platz vier und acht festsetzen könnten, wäre das optimal."

(RP)