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Lokalsport: Dickerboom gehört zur MSV-Tradition

Lokalsport : Dickerboom gehört zur MSV-Tradition

Paul Dickerboom ist als Spielertrainer für die zweite Mannschaft des RSV Praest sportlich verantwortlich. Parallel dazu ist der 46-jährige Vollblutstürmer auch noch in der Traditionself des MSV Duisburg aktiv – mit Erfolg.

Paul Dickerboom, Fußball-Urgestein am Niederrhein, hat bereits in rund einem Dutzend verschiedener Mannschaften gespielt. Zurzeit ist er als Spielertrainer bei der zweiten Mannschaft des RSV Praest aktiv. Er gilt als erfahrener Stürmer, der mit viel Einsatz und Herzblut die Sportart betreibt. Seit dem Jahr 2000 spielt Paul Dickerboom auch in der Traditionself des MSV Duisburg. "Das ist die einzige Mannschaft, in der ich keinen Stammplatz habe", schmunzelt der Emmericher.

"Per Zufall" wurde er Mitglied bei den Zebras. Vor gut zwölf Jahren spielte er beim Landesligisten Weseler SV, der von Klaus Gebauer und Ralf Kessen trainiert wurde. Für die MSV-Altligamannschaft, in der die beiden mitmischten, stand ein Turnier in Zwickau an. "Da fehlten einige Spieler, und da fragten die beiden mich, ob ich nicht Lust hätte, mitzufahren." Paul Dickerboom sagte zu und hatte so viel Spaß mit den Duisburgern und die mit ihm, dass er seitdem der munteren Fußballtruppe angehört.

Für ihn eine echte Herausforderung: "Die spielen alle auf einem so hohen Niveau, da muss ich mich anstrengen, um mitzuhalten." Es mache sehr viel Spaß, mit Leuten wie "Pino" Steininger oder Detlef Pirsig, die für den MSV mehr als 300 Spiele absolviert haben, zusammenzuspielen. Und auch die anderen des rund 40-köpfigen Kaders seien allesamt gestandene Herren, die auch jetzt noch im höheren Alter einen tollen Fußball spielen. "Alle sind sehr motiviert und einsatzfreudig. Die gehen auf den Platz, um zu gewinnen und sind sehr erfolgreich. Da kann ich trotz meiner langjährigen Erfahrung noch eine ganze Menge dazulernen", sagt Dickerboom, der im zarten Alter von acht Jahren seine ersten Fußballschritte beim Heimatverein RSV Praest machte. Natürlich ist er Fan der Duisburger Zebras, öfter mal besucht er mit seinen Fußballkollegen auch Spiele der ersten Mannschaft.

Das Jahresprogramm für die Traditionself ist umfangreich, mindestens zwei Mal im Monat finden Turniere und Spiele statt. Im vergangenen Jahr hatte der weitgereiste Stürmer 17 Einsätze und schoss dabei 16 Tore – der Torhunger eines Stürmers bleibt eben ungestillt. Und auch in dem gerade begonnenen Jahr stehen bereits zwei Tore auf dem Konto. Die MSV-Elf gewann das NRW-Traditions-Masters in der Halle.

Am nächsten Wochenende geht es nach Wuppertal. "Zwei Mal die Woche ist Training, wenn ich Zeit habe, gehe ich hin", erzählt der 46-Jährige. Samstags finden meist die Spiele der Traditionself statt, sonntags spielt er für den RSV Praest. Da muss man schon ein bisschen fußballverrückt sein, um dieses Programm zu bewältigen – so wie Paul Dickerboom. Der hofft, dass er noch lange fit bleibt.

(moha)