Lokalsport: DFB-Preis für Willibrord-Schüler

Lokalsport : DFB-Preis für Willibrord-Schüler

Sport-Projektkurs des Gymnasiums erhält den Julius-Hirsch-Preis.

Das Willibrord-Gymnasium hat kürzlich einen Brief bekommen, der von DFB-Präsident Reinhard Grindel eigenhändig unterzeichnet ist. Darin bedankte er sich für das Engagement des Projektes "support newcomer", das er als ein "beeindruckendes Integrationsprojekt, das sich in gesellschaftspolitisch unruhigen Zeiten für Menschenwürde und Respekt einsetzt" würdigte. Deshalb zeichnete der DFB die Emmericher Gymnasiasten mit dem bedeutenden Julius-Hirsch- Preis aus.

Mit der Stiftung des Julius-Hirsch-Preises erinnert der DFB seit 2005 jährlich an den deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892 - 1943) und an alle Opfer - besonders die jüdischen - des nationalsozialistischen Unrechtsstaates. In besonderer Weise erinnert die Auszeichnung an die verfolgten Menschen, für die der Fußball Freude, Aufgabe und Heimat war. Der DFB gedenkt so seiner jüdischen Mitglieder und erinnert an ihre vielfältigen und prägenden Verdienste im deutschen Fußball.

Der Sport-Projektkurs des Willibrord-Gymnasiums hatte eine interaktive Online-Datenbank (www.support-newcomer.de) erstellt, auf dem sich Flüchtlinge (englisch: newcomer) deutschlandweit registrieren können, um so von Fußballvereinen gesucht und gefunden zu werden. Damit können die Vereine den Flüchtling unterstützend integrieren ("support") und erhalten ebenfalls einen Newcomer für ihren Verein. "Die Post vom DFB motiviert den derzeitigen Sport-Projektkurs, weiter an das Projekt zu glauben und engagiert daran zu arbeiten", sagt Tim Nebelung, zuständiger Lehrer des Sport-Projektkurses Q2.

"Nie wieder" heißt das Zeichen, das der DFB mit der Stiftung des Julius-Hirsch-Preises setzt. Er leistet damit einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft, in der Demokratie, Menschenrechte sowie der Schutz von Minderheiten unveräußerliche Werte sind. "Ausgezeichnet werden Personen, Initiativen und Vereine, die sich als Aktive auf dem Fußballplatz, als Fans im Stadion, im Verein und in der Gesellschaft beispielhaft und unübersehbar einsetzen", heißt es dazu von Seiten des DFB.

(tt)
Mehr von RP ONLINE