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Lokalsport: Der SV Haldern will nicht wieder zittern

Lokalsport : Der SV Haldern will nicht wieder zittern

Fußball: Der Frauen-Landesligist möchte diesmal einen Platz im Mittelfeld erreichen. Den strebt auch der Liga-Rivale SV Rees an, der die Juniorinnen U 17 abgemeldet hat. Der Club hatte nicht mehr genügend Spielerinnen für das Team.

Nachdem die Frauen-Mannschaft des SV Haldern in der vergangenen Saison lange um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga zittern mussten, hofft Trainer Ulrich Lammers, dass sein Team diesmal nicht in die unteren Regionen der Tabelle reinrutschen wird. "Ziel ist ein Platz im Mittelfeld", sagt der Übungsleiter, der den SV Haldern während der Rückrunde der vergangenen Spielzeit übernommen hat.

Zufrieden ist der Coach mit der Vorbereitung. Seine Spielerinnen konnten alle Testpartien gewinnen. Positiv stellt Lammers fest, dass vor allem Torjägerin Bergisa Heide wieder in einer guten Verfassung ist. Als Zugang konnte Lisa Baumann von Fortuna Millingen gewonnen werden. Zudem rückten mehrere Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft in den Landesliga-Kader auf. Darunter ist auch Anne Kurzweil, die als Tennisspielerin schon beachtliche Erfolge erzielt hat. "Sie hat auf jeden Fall Steigerungspotenzial", sagt Lammers.

Auf drei Akteurinnen wird der Coach erst einmal verzichten müssen. Nina Hakvoort (Wadenbeinbruch), Alina Künne (Knieverletzung) und Pauline Otten (krank) werden für eine längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. "Dennoch haben wir einen großen Kader und wollen natürlich gut in die Saison starten, auch wenn wir im ersten Spiel sicherlich nicht der Favorit sind", sagt der Trainer vor der Auftakt-Partie am Sonntag, 15 Uhr, bei seinem Ex-Club GW Lankern. Der Gegner hat sich gleich mit vier Spielerinnen des HSC Berg verstärkt, der sein Team aus der Landesliga zurückgezogen hat: Nele Hoyer, Yvonne Wimmer, Jacqueline Wiese und Marie Nachtigall. Zudem wechselte Torjägerin Lara Köchl vom Bezirksligisten PSV Wesel zu GW Lankern, das wie der SV Haldern in der vergangenen Saison lange um den Klassenerhalt zittern musste.

Landesliga-Konkurrent SV Rees reist am Sonntag zum VfL Repelen. Ab 15 Uhr rollt der Ball auf Kunstrasen. Der Gastgeber landete in der vergangenen Saison auf dem vierten Rang und damit einen Platz vor dem SV Rees. Bei den Grün-Weißen, die weiter von Uwe Landman gecoacht werden, gab es nur wenige Veränderungen. Anne van Weegen steht nicht zur Verfügung, weil sie ein Auslandsjahr in Namibia absolviert. Neuzugänge sind Jule Linkner (VfR Warbeyen) und Desiree Nolde (reaktiviert). Zudem gehört nun Ann-Sophie Heckershoff fest zum Kader, die aus der U17-Mannschaft aufgerückt ist und schon am Ende der vergangenen Saison einige Einsätze im Frauen-Team hatte.

Der Reeser Coach hat als Saisonziel einen gesicherten Mittelfeldplatz ausgegeben. Vieles dürfte vom Saisonstart abhängen, vermutet Landmann. "Unsere Vorbereitung lief wirklich alles andere als zufriedenstellend." Weil einige Spielerinnen im Urlaub waren, konnte das Team nur zwei Testpartien gegen die Bezirksligisten HSC Berg (5:0) und DJK SF 97/30 Lowick (9:1) bestreiten. Auf einen Härtetest gegen höherklassige Teams musste verzichtet werden.

Der SV Rees hat für die kommende Saison bei den Juniorinnen U 17 keine Mannschaft mehr gemeldet. "Wegen des altersbedingten Ausscheidens einiger Spielerinnen sowie der stark gesunken Zahl an Mädchen-Teams in der Region war es nicht mehr möglich, einen U17- Kader zusammenzustellen", sagt Max Awater, langjähriger Koordinator des Frauen- und Mädchenbereichs beim SV Rees. In Emmerich, Rees und Isselburg nehmen nur noch eine U17-Mannschaft (JSG Emmerich) und ein U15-Team ohne Wertung (SV Haldern) am Spielbetrieb teil. "Es fehlt einfach an Nachwuchs", so Awater.

(RP)