Fußball: Der RSV Praest ist nur noch Mittelmaß

Fußball : Der RSV Praest ist nur noch Mittelmaß

In der Fußball-Bezirksliga unterliegt die Mannschaft von Trainer Roland Kock trotz einer 2:0-Führung am Ende mit 2:3 gegen Viktoria Winnekendonk. RSV-Kapitän Yuri Wolff verschießt in der Nachspielzeit einen Strafstoß.

In der fünften Minute der Nachspielzeit nahm Yuri Wolff, Spielführer des RSV Praest, Anlauf. Doch sein Schuss vom Elfmeterpunkt ging weit über das Gehäuse der Gäste. Sofort danach pfiff der Unparteiische Michael Weiss die Partie ab. Der Jubel im Lager der mitgereisten Fans von Viktoria Winnekendonk kannte fast keine Grenzen mehr. Beim Gastgeber gab es dagegen nur lange Gesichter. Denn Fußball-Bezirksligist RSV Praest unterlag damit gegen den Aufsteiger mit 2:3 (2:1).

Mit diesem Ausgang hatte keiner der Zuschauer nach rund einer halben Stunde Spielzeit gerechnet. Denn zu diesem Zeitpunkt führte die Mannschaft von Trainer Roland Kock bereits mit 2:0. Und dies absolut verdient. Denn der Gastgeber begann die Partie sehr engagiert. Viktoria Winnekendonk fand dagegen überhaupt nicht in die Partie. Bereits nach vier Minuten brachte Marcel Wolters den RSV mit 1:0 in Führung. Jan-Peter Eyting hatte sich sehenswert auf der linken Seite durchgesetzt. Nach seiner scharfen Hereingabe brauchte der freistehende Wolters nur noch seinen Fuß hinhalten, um den Ball über die Linie zu drücken.

In der Folge blieb der RSV am Drücker. In Minute 13 erhöhte Jan-Peter Eyting auf 2:0. Vorausgegangen war ein sehenswertes Solo des Angreifers auf der linken Seite, bei dem er sich gleich gegen zwei Verteidiger durchsetzen konnte und auch dem Keeper keine Chance ließ.

Danach war es jedoch mit der Praester Dominanz vorbei. Die Mannschaft zog sich sehr weit zurück und brachte den Gegner immer wieder durch unnötige Ballverluste zurück in die Partie. So führte ein eklatanter Abspielfehler von Marcel Heiliger in der 32. Minute zum überraschenden 1:2-Anschlusstreffer durch Daniel Lamers. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte jedoch Dennis Thyssen den alten Vorsprung für den RSV wieder herstellen müssen. Doch der Stürmer scheiterte freistehend an Winnekendonks Schlussmann Johannes Rankers.

Auch direkt nach der Pause vergab frei vor dem Gästekeeper eine große Gelegenheit. Und so kam es, wie es kommen musste. In der 54. Minute nutzte Viktoria Winnekendonk eine erneute Unsicherheit der Praester Hintermannschaft zum 2:2 durch Marco Timm, dessen Schuss aus 16 Metern unhaltbar war.

In Minute 56 dann sogar die Gäste-Führung. Erneut überwand Marco Timm den Praester Schlussmann Sascha Zwiekhorst, der im zweiten Nachfassen keine Chance mehr hatte. In der Folge spielte Winnekendonk die Zeit geschickt runter. Dem RSV fehlten die Mittel und die Leidenschaft, um die Partie noch zu drehen. Da passte der verschossene Elfer von Wolff perfekt ins Bild.

"Ich bin restlos bedient. Ich weiss auch nicht, wie man nach einer klaren Führung eine Begegnung noch aus der Hand geben kann. Es haben uns heute auch Spieler gefehlt, die in einer solchen Situation die Ärmel hochkrempeln und Verantwortung übernehmen. Unser Blick geht in der Tabelle jetzt erst einmal nach unten", stellte RSV-Coach Roland Kock nach der Heimpleite enttäuscht fest.

(RP)
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