Praest: Der Praester Siegtreffer fällt erst in der Nachspielzeit

Praest : Der Praester Siegtreffer fällt erst in der Nachspielzeit

Bezirksliga: Der eingewechselte Marcel Wolters sorgt mit seinem späten Tor für weitere drei Punkte des RSV Praest.

Marcel Wolters setzte den umjubelten Schlusspunkt in der Bezirksliga-Begegnung des RSV Praest gegen die Zweitvertretung des 1. FC Bocholt. Eine verunglückte Flanke des in der 80. Minute eingewechselten Jokers senkte sich in der Nachspielzeit zum 2:1-Siegtreffer in die Maschen. „Das war genau so gewollt“, meinte der Torschütze nach dem Spiel mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Besonders RSV-Keeper Dennis Döring war nach dem Last-Minute-Treffer seines Teamkollegen erleichtert. Ein Lapsus des Schlussmannes hatte in der 83. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 geführt, als ihm der Ball nach einem eigentlich harmlosen Freistoß von Marvin Nähle durch die Handschuhe geflutscht war.

So hätte sich der Chancenwucher der Hausherren beinahe noch gerächt. Während sich die in der Offensive vollkommen harmlosen Gäste nicht eine ernsthafte Chance gegen die aufmerksame RSV-Defensive erspielen konnten, vergaben die Praester während der 90 Minuten reihenweise beste Möglichkeiten. „Das ist nicht mehr normal“, konnte RSV-Trainer Roland Kock nicht fassen, wie viele hochkarätige Gelegenheiten sein Team ausließ.

Schon zwischen der achten und elften Minute hätten Marvin Hülsmann, Michael Schulz, Marvin Müller und Nils Rütjes innerhalb kürzester Zeit ihre Farben in Führung bringen können. Nach dem guten Start verflachte die Partie allerdings bis zur Pause. Nach einem Freistoß von Mike Wezendonk köpfte Marvin Müller freistehend doch sehr deutlich am Tor vorbei (28.). „Am Anfang lief es richtig gut, danach haben wir aber nachgelassen“, meinte Kock zu den ersten 45 Minuten.

Mit Beginn der zweiten Hälfte feierte dann Marius Storm sein Comeback und sollte für weitere Impulse in der Offensive sorgen. Die Gastgeber dominierten nun auch ganz klar die Partie, hatten weitere Chancen und erarbeiteten sich immer wieder Ecken. In der 64. Minute retteten die Bocholter nach zwei Eckbällen gleich dreimal auf der Linie, ehe Rene Groes dann doch die längst überfällige Führung markierte. Der Mittelstürmer traf sehenswert aus 20 Metern mit links ins linke obere Eck. Danach hatten vor allem Storm und Groes weitere Möglichkeiten, verfehlten das Ziel aber oder scheiterten am überragenden Bocholter Keeper Jonas Wenzel, der seine Elf im Spiel hielt. So kam es schließlich zur dramatischen Schlussphase mit den beiden kuriosen Toren.

„Dass unser Sieg verdient ist, daran gibt es keinen Zweifel“, war Roland Kock froh, dass es am Ende trotz der vielen Fahrkarten seiner Mannschaft doch noch zum Dreier gegen den Tabellenvorletzten reichte. Durch den Erfolg verbesserten sich die Schwarz-Gelben mit nun 23 Punkten auf den sechsten Tabellenplatz und haben noch das Nachholspiel gegen den Duisburger FV 08 in petto. Fraglich ist aber noch, ob das Spiel am Mittwoch oder an einem anderen Termin ausgetragen wird.

RSV Praest: Döring - Wolff, Dag, Janssen, Schulz, C. Stein (46. D. Stein), Rütjes, Wezendonk, Müller, Hülsmann (46. Storm), Groes (80. Wolters).