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Lokalsport: Der HSG Wesel fehlt noch die nötige Konstanz

Lokalsport : Der HSG Wesel fehlt noch die nötige Konstanz

Handball-Oberligist steckt im Abstiegskampf. Trainer Sven Esser glaubt aber fest an den Klassenerhalt.

Die HSG Wesel steckt in der Handball-Oberliga tief im Abstiegskampf. Der Drittletzte hat nach sieben Partien mit 3:11-Zählern nur einen Punkt Vorsprung vor den beiden Plätzen, die hinunter in die Verbandsliga führen. Und der Vorletzte SV Neukirchen hat auch noch eine Begegnung weniger ausgetragen. "Wir sind nicht so eingespielt, wie ich mir das für Mitte November vorgestellt hatte", sagt Trainer Sven Esser. Trotzdem ist der Coach, der am Saisonende aufhört, zuversichtlich, dass die HSG in der Liga bleibt. "Ich bin tausendprozentig davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen."

Es war ein umfangreicher Umbruch, den die HSG Wesel vor der Saison hatte starten müssen. "Wir haben sehr viel Erfahrung verloren", sagt der Coach. Björn Fehlemann, Michael Steffens, Fyn Walla und Tobias Hermann hörten auf, Nico Möhle wechselte nach Friedrichsfeld. Hinzugekommen sind in Mirco Schwarz, Michael Abbing und Nedim Pobric jüngere Akteure. "Und die müssen aus ihren Fehlern noch lernen", sagt der Weseler Übungsleiter.

Zudem musste die Mannschaft aufgrund der Abgänge ihr System umstellen. Ein Spielertyp wie Björn Fehlemann, der aus dem halbrechten Rückraum für einfache Tore sorgen konnte, ist nicht mehr vorhanden. Die Mannschaft muss sich ihre Treffer nun wesentlich härter erarbeiten.

Auch der bisher einzige Sieg, das 26:24 gegen den TSV Aufderhöhe, bedeutete nicht die Wende zum Besseren. Wenn Sven Esser an gute Leistungen im bisherigen Saisonverlauf zurückdenkt, dann fällt ihm diese Partie aus gutem Grund nicht ein. Die Auftritte gegen Mettmann-Sport (30:30) und bei der HG LTG/HTV Remscheid (25:26) haben ihm hingegen gefallen. Demgegenüber stehen aber auch Vorstellungen, die der Weseler Coach nicht als oberliga-tauglich betrachtet - beispielsweise das 23:35 bei Unitas Haan. "Das war fürchterlich." Seine Mannschaft schaffe es derzeit einfach nicht, 60 Minuten auf einem guten Level zu agieren. Viele technische und einfache Fehler prägen das Spiel.

Aus diesem Tief müsse sich sein Team nun herauskämpfen, verlangt Esser. "Wir haben genug Qualität im Kader. Allerdings müssen wir fast immer an die Leistungsgrenze gehen, um in dieser ausgeglichenen Liga etwas zu holen", sagt der 40-Jährige. "Wir müssen uns steigern, und das können wir auch." Allerdings sollten die Weseler damit zeitnah beginnen. Denn die verbleibenden vier Auftritte bis zum Jahresende haben es in sich. Die HSG trifft unter anderem auf den TuS Lintorf (10. Dezember) und den SV Neukirchen (16. Dezember), die in der Tabelle hinter ihr stehen. "Es wird Zeit, in den nächsten Spielen etwas mitzunehmen", sagt Esser. Sonst droht die Gefahr, dass das Team den Anschluss ans Mittelfeld verliert.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für den zum Saisonende scheidenden Sven Esser ist die HSG Wesel noch nicht entscheidend vorangekommen. "Es werden ein paar Namen gehandelt, aber es gibt noch nichts Konkretes", sagt Esser, der als Geschäftsführer der HSG Wesel an der Suche nach dem neuen Coach beteiligt ist.

(R.P.)