Fußball: Der endlose Fußball-Streit

Fußball : Der endlose Fußball-Streit

Der Verband Niederrhein nimmt die Geldstrafe gegen Ludwig Bayer nicht zurück. Der Hüthumer, der ein Spiel unterbrochen hatte, um auf dem Nebenplatz die Gemüter zu beruhigen, soll auch noch eine Gebühr zahlen.

Der Fußball-Verband Niederrhein (FVN) hat sich viel Zeit gelassen. Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Rainer Lehmann hatten ursprünglich für Anfang Dezember angekündigt, eine Entscheidung im Streitfall Ludwig Bayer zu treffen. Wie berichtet, hatte die Bezirks-Spruchkammer den stellvertretenden Vorsitzenden der DJK Hüthum-Borghees zur Zahlung von 150 Euro verdonnert, weil dieser am 8. Mai als Schiedsrichter ein A-Jugendspiel unterbrochen hatte, um auf dem Nebenplatz einen Streit zu schlichten.

Bekanntlich hatte Bayer, der sich auch im Jugendausschuss des Fußball-Kreises Rees-Bocholt engagiert, sofort Einspruch eingelegt und die Summe zurückgefordert, die sein Verein bereits auf das DJK-Konto überwiesen hatte. In der vergangenen Woche hat der Hüthumer Post aus der FVN-Zentrale in Duisburg-Wedau erhalten.

Einige Akten gefüllt

Eins vorweg: Wie zu erwarten haben die Verbandsbosse das Urteil der Spruchkammer bestätigt. Doch damit nicht genug. Jetzt fordern die Funktionäre auch noch 50 Euro obendrauf. Offiziell als Verwaltungsgebühr, weil Ludwig Bayer auf sein Recht gepocht und dabei einige Akten gefüllt hatte.

Der Betroffene gibt sich zwar nach wie vor kämpferisch. Doch allmählich hat der 61-Jährige vom schier endlosen Fußball-Streit die Nase voll. Zumal der Unternehmer beruflich stark eingespannt ist: "Ich habe momentan ganz einfach keine Zeit, um mich weiter mit der ärgerlichen Angelegenheit zu beschäftigen." Dennoch dürfte der Schatzmeister des Verbandes vergeblich auf weitere 50 Euro aus Hüthum warten. "Die Gebühr zahlen wir nicht. Da sind wir uns im Verein einig."

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(RP)
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