Tischtennis: „Das Miteinander war fantastisch“

Tischtennis : „Das Miteinander war fantastisch“

Wolfgang Gerth schwärmt von der Atmosphäre bei der Senioren-DM.

Für drei Tage war Erfurt der Nabel der Tischtennis-Welt. 496 Teilnehmer gingen bei den 40. Deutschen Senioren-Meisterschaften an den Start. Zwei von ihnen kamen aus Wesel. Wolfgang Gerth (GW Flüren, Senioren 40) und Margret Tepper (Weseler TV, Seniorinnen 80) zeigten in der thüringischen Hauptstadt ansprechende Leistungen und brachten sogar einen Titel mit nach Hause.

„Das Miteinander war fantastisch. Ich habe viele tolle Sportler kennengelernt. Vor allem der Zusammenhalt unter den Startern unseres Verbandes war großartig“, zeigte sich Gerth begeistert. Der 46-Jährige, der in der Senioren 40-Mannschaft des TTV Rees-Groin spielt, erfüllte auch bei seiner zweiten DM-Teilnahme die Erwartungen. „Natürlich wäre ich gerne noch etwas weitergekommen. Aber hier messen sich nun mal die Besten der Altersklasse. Und ich habe die Spiele gewonnen, in denen ich alleine oder mit meinen Partnern favorisiert war.“

Im Einzel verpasste der Flürener den Einzug in die Zwischenrunde. Gegen den besser gesetzten Stephan Köpp (Füchse Berlin) hatte Gerth wie schon im Vorjahr das Nachsehen, diesmal mit 9:11, 8:11, 13:11, 8:11. „Da stand ich mir leider selbst im Weg“, zeigte sich Gerth gewohnt selbstkritisch. Das Duell mit Uwe Bertram (SV Sandkamp), einem unorthodox spielenden Linkshänder, der es bis ins Viertelfinale schaffte, verlor er mit 8:11, 10:12, 6:11. Das Ausscheiden war damit trotz eines Fünf-Satz-Sieges im letzten Gruppenspiel gegen Holger Weidenauer (TTG EK Oftersheim/11:6, 11:9, 8:11, 5:11, 11:8) besiegelt. Im Doppel überstand Gerth mit Horst Geyer (TG Langenselbold), den er erst in Erfurt kennenlernte, die erste Runde. Gegen Tobias Thiel (SV Motor Nickten Dresden)/Andrij Mindergasov (SV Dresden-Mitte) gelang dem Duo ein souveräner Drei-Satz-Erfolg. Im Achtelfinale mussten sich Gerth/Geyer den späteren Vizemeistern Stephan Köpp (Füchse Berlin)/Jan Hermann (Hertha BSC Berlin) mit10:12, 10:12, 8:11 geschlagen geben.

Im Mixed ereilte Gerth an der Seite von Christiane Thöne (TTC Paderborn) ebenfalls im Achtelfinale das Aus. Nach einem Freilos gewannen die Westdeutschen Meister in vier Sätzen gegen Maria Smyshilaeva (ASV Berlin)/Oliver Riemann (TG Donzdorf). Danach erwiesen sich Gerths Trainingspartnerin Tatjana Michajlova (PSV Oberhausen) und ihr Partner Andreas Bolda (DJK Rhenania Kleve) als zu stark.

Margret Tepper kehrte als Doppelmeisterin der Seniorinnen 80 heim. Mit Lore Eichhorn (TSV Schwetzingen) hatte sie zunächst ein Freilos. Danach wies das Duo Anita Kück (SGK Bad Himburg)/Lilli Heinrichs (TTC BW Alfter) in vier Sätzen in die Schranken. Das Endspiel gegen Sigrid Matthias (SV Turbo Dessau)/Roswitha Bank (HSV Colbitz) entschieden Tepper/Eichhorn in drei Sätzen für sich.

Die Einzel-Konkurrenz verlief für Margret Tepper, die 2018 in Dillingen an der Donau noch Vizemeisterin geworden war, nicht wunschgemäß. Gegen Hannelore Kayser (TSV Stuttgart-Münster) und Erika Schätzler (SF Großgründlach) verlor sie in fünf Sätzen, gegen Roswitha Bank mit 9:11, 9:11, 9:11. Der Einzug in die K.o.-Runde blieb ihr damit verwehrt.

Im Mixed musste sie mit Konrad Steinkämper (ESV Blau-Rot Bonn) im Viertelfinale die Segel streichen. Nach dem Erfolg über Gerda Hercher (Germania Gernrode)/Gustav Talpai (TB Beinstein) war gegen Waltraud Hiller-Schirmer (VfL Bad Nenndorf)/Horst Hedrich (TSV Salzgitter) Endstation.

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