Das Abschiedsspiel

Handball-Bezirksligist HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg gastiert am Sonntag beim Schlusslicht TV Voerde. Für Trainer Frank Brands soll eine lange sportliche Laufbahn nach Möglichkeit mit einem Sieg enden.

 Mauryn Nehling gehört zu den jungen Spielern des Bezirksligisten HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg, die unter Regie von Trainer Frank Brands in ihrer sportlichen Entwicklung einen großen Schritt nach vorne gemacht haben.

Mauryn Nehling gehört zu den jungen Spielern des Bezirksligisten HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg, die unter Regie von Trainer Frank Brands in ihrer sportlichen Entwicklung einen großen Schritt nach vorne gemacht haben.

Foto: Stade

Frank Brands ist die Entscheidung alles andere als leicht gefallen. Doch am Sonntag endet die Handball-Laufbahn des Trainers des Bezirksligisten HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg. "Ich werde in Zukunft höchstens noch das eine oder andere Spiel pfeifen, damit ich die Bindung zu meinem großen Hobby nicht ganz verliere. Aber ansonsten habe ich einfach keine Zeit mehr, um mich dem Sport widmen zu können", sagt Brands.

Der 49-jährige Coach hatte der Mannschaft seinen Entschluss am vergangenen Samstag unmittelbar nach dem 28:24-Erfolg im Derby gegen Blau-Weiß Dingden mitgeteilt. Jetzt folgt am Sonntag das Abschiedsspiel. Die Partie beim Tabellenletzten TV Voerde, der am vergangenen Sonntag mit einem 28:25 gegen den HC TV Rhede II im achten Anlauf seinen ersten Saisonsieg feierte, ist für den Fusionsclub ohnehin von großer Bedeutung. Denn mit einem Sieg hätten die HSG-Herren 10:8-Punkte auf ihrem Konto und damit praktisch schon alle Zweifel am Klassenerhalt aus dem Weg geräumt. HSG-Vorsitzender Bernd Schäfer und Sportwart Harald Theyssen könnten sich in aller Ruhe nach einem Nachfolger umsehen.

Die HSG Haldern / Mehrhoog /Isselburg geht als Favorit in das Spiel, das am Sonntag in der Halle des Gymnasiums Voerde-Nord erst um 20 Uhr angeworfen wird. Trotz des Erfolgserlebnisses gegen Rhede gilt der TV Voerde als Abstiegskandidat Nummer eins. Auf der anderen Seite hat die junge HSG-Mannschaft, die Frank Brands in den vergangenen eineinhalb Jahren geformt wird, in der laufenden Saison einen guten Eindruck hinterlassen. Zwar sind die Spitzenteams der Liga weiterhin eine Nummer zu groß. Doch gegen die schwächeren Kontrahenten hat sich das Team noch keine Blöße gegeben. Deshalb soll am Sonntag in jedem Fall der vierte Saisonsieg her. Frank Brands kann dabei auf die Unterstützung von Kapitän Philipp Marks und Tobias Lonscher zählen – beide hatten aus beruflichen Gründen im Derby gefehlt. Da auch die Rote Karte, die sich Rückraumschütze Klaus Buil gegen Dingden eingehandelt hatte, keine Auswirkungen hat, läuft die HSG in Bestbesetzung auf.

Feier in der Silvesternacht

Unabhängig vom Ausgang des Spiels wird sich Frank Brands noch von den Jungs verabschieden, die ihm innerhalb recht kurzer Zeit ans Herz gewachsen sind. Der Coach, der bei der HSG erfolgreich einen Neuaufbau in die Wege geleitet hat, wird an Weihnachten 50 Jahre alt. Ausgiebig gefeiert wird in der Silvesternacht – dann sind auch die Handballer eingeladen.

(RP)
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