Lokalsport: Christian Böing zurück zum SV Haldern

Lokalsport : Christian Böing zurück zum SV Haldern

Der 33-Jährige wird im Sommer Trainer des abstiegsgefährdeten Fußball-Bezirksligisten, mit dem er 2016 als Torhüter den Sprung in die Klasse geschafft hat. Er wird Nachfolger von Holger Pistel, der nur bis zum Saisonende aushelfen will.

Der SV Haldern hat die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt. Christian Böing kehrt im Sommer als Coach zum abstiegsgefährdeten Fußball-Bezirksligisten zurück, mit dem er 2016 als Torhüter den Sprung in die Klasse geschafft hatte. Der 33-Jährige, der momentan Trainer des SV Ringenberg, Spitzenreiter in der Gruppe zwei der Kreisliga B, ist, tritt dann die Nachfolge von Holger Pistel an. "Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit Christian Böing den richtigen Mann gefunden haben", sagt Ludger Messing, Fußball-Abteilungsleiter des SV Haldern.

Holger Pistel hatte die Mannschaft vor einem Monat nach dem Rücktritt von Michael Tenhagen übernommen. Das Team gewann drei der fünf Spiele unter seiner Regie und verkürzte den Rückstand auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte. Es war aber von Anfang an klar, dass Pistel nur bis zum Sommer einspringen würde. "Ich habe keine Ambitionen, Trainer zu werden, da mir der Zeitaufwand zu groß ist. Ich wollte dem Verein aber helfen und habe deshalb zugesagt, maximal bis zum Ende der Saison zur Verfügung zu stehen", sagt Pistel.

Vor rund zwei Wochen hatten die Verantwortlichende bei Christian Böing angefragt. "Das war der Lockruf meines Heimatvereins und damit ein Stück weit auch eine Herzensangelegenheit", sagt Böing. Dabei sei es immer um eine Amtsübernahme zur neuen Saison gegangen und nicht bereits in der Winterpause. "Das hätte ich auch nicht gemacht, so etwas gehört sich nicht."

Dazu kommt, dass sich Christian Böing beim SV Ringenberg wohlfühlt, der ihm den Einstieg ins Trainer-Geschäft ermöglicht hat "Deshalb ist mir die Entscheidung auch nicht leicht gefallen", sagt der Vater von zwei Kindern, der in Haldern wohnt. Im ersten Jahr beim SV Ringenberg führte er das Team auf den vierten Platz, derzeit klopft er mit der Mannschaft an die Tür zur Kreisliga A an. In den knapp sieben Monaten bis zum Saisonende will Böing sich ganz der Aufgabe beim B-Ligisten widmen. "Ich möchte dem Verein und der Mannschaft etwas zurückgeben. Mein Ziel ist es, den größtmöglichen Erfolg zu erreichen." Dies wäre der Aufstieg.

Während seiner aktiven Zeit beim SV Haldern erwarb Böing seine Trainerlizenz. Was ihn ab dem Sommer in Haldern erwartet, birgt für den Coach so gut wie keine Überraschungen. "Ich kenne rund 90 Prozent der Mannschaft, da ich mit den meisten Akteuren noch zusammengespielt habe", sagt Christian Böing. "Das sehe ich auch nicht als Problem an."

Ein Problem besitzt nun allerdings der SV Ringenberg. "Wir hätten gerne mit Christian Böing verlängert", sagt Vorsitzender Klaus van der Sande. Er sei die ganze Zeit in den Prozess eingebunden gewesen. "Alles ist sauber abgelaufen." Er zeigt Verständnis für die Entscheidung des Übungsleiters. Zum einen habe ein höherklassiger Club angefragt, zum anderen sei es der Heimatverein gewesen. "Gegen viele andere Clubs hätten wir uns beim Werben um Christian Böing gut wehren können", sagt Klaus van der Sande. Gegen den SV Haldern nicht.

Auch wenn der Vorsitzende den Weggang des Trainers sehr bedauert, kommt ihm der Zeitpunkt der Entscheidung doch recht gelegen. "Wir haben nun ausreichend Zeit, um einen Nachfolger zu finden", sagt er. Einen heißen Kandidaten gibt es noch nicht. Klaus van der Sande will nun mit dem Vorstand eine Liste mit potenziellen Nachfolgern aufstellen.

(RP)