Lokalsport: Björn Assfelder trauert der "guten alten Zeit" nach

Lokalsport : Björn Assfelder trauert der "guten alten Zeit" nach

Viel und oft wird von der "guten alten Zeit" gesprochen, besonders von der älteren Generation. Mit 34 Jahren fällt Björn Assfelder nicht gerade in diese Kategorie. Doch der Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel trauert zumindest bei den Stadtmeisterschaften eben dieser guten alten Zeit nach. Er erinnert sich als Spieler an Titelkämpfe mit einem Landesligisten (Weseler SV) und mehreren Bezirksligisten - SV Bislich, GW Flüren, Wesel Anadolu Spor und BW Weseler Zebras gehörten einst dieser Klasse an. Damals auch der PSV. "Dann würde ich eine Stadtmeisterschaft total super finden", sagt der Coach des Landesligisten. Doch bei zwei A-Ligisten, zwei Teams aus der B-Liga und vier C-Ligisten als aktuelle Kontrahenten stellt sich dem PSV-Trainer die Frage nach dem Sinn einer Teilnahme.

So traten die Lackhausener auf dem Weg zum Titel nur gegen den B-Ligisten Viktoria Wesel (2:1) und Anadolu Spor aus der C-Liga (2:1) an. "Auch wenn die Ergebnisse etwas anderes aussagen, für mich ist der sportliche Sinn nicht gegeben", sagt Björn Assfelder. Erkenntnisse aus den Spielen könne er nicht ziehen. "Klar, wir haben bei gefühlt 95 Prozent Ballbesitz keine Lösungen gefunden, aber gefordert worden sind wir nicht. In der Meisterschaft wird keine Mannschaft so gegen uns spielen", meint Assfelder. "Auch Viktoria und Anadolu Spor werden in der Saison nie mehr so wie gegen uns auftreten."

Letztlich waren die Stadtmeisterschaften aus Sicht des Landesligisten nur ein Ärgernis. "Die Stimmung im Team ist nicht gut, die Spiele haben keinen Spaß gemacht. Das war einfach nur nervig", sagt Assfelder.

Wie es mit den Titelkämpfen und dem PSV weitergeht, darüber rätselt Björn Assfelder derzeit. "Wir werden das Thema besprechen müssen, dies ist ergebnisoffen", sagt Assfelder. "Wir können es im Endeffekt keinem recht machen und dort auch nichts gewinnen."

(R.P.)
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