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Fußball: Befreiungsschlag verpasst

Fußball : Befreiungsschlag verpasst

Bezirksligist VfB Rheingold Emmerich lieferte gestern eine starke Vorstellung, musste sich gegen die Reserve des SV Hönnepel-Niedermörmter aber mit einem 2:2 begnügen. Der Punkt hilft im Abstiegskampf nicht weiter.

Christoph Legeland saß nach dem Abpfiff niedergeschlagen auf dem Boden. Der Torwart des VfB Rheingold Emmerich musste immer wieder von seinen Mitspielern getröstet werden. Der Kapitän des Fußball-Bezirksligisten hatte mit zwei kapitalen Missgriffen maßgeblichen Anteil an zwei Gegentreffern, so dass seine Mannschaft über ein 2:2 (1:1) gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II nicht hinaus kam. Dabei wäre gestern durchaus mehr drin gewesen. Denn die Gäste stellten sich in einer recht schwachen Verfassung vor, während der VfB von Anfang an versuchte, elanvoll zu Werke zu gehen. "Wir haben den Gegner klar im Griff gehabt. Schade, dass wir unsere vielen Chancen nicht verwerten konnte", ärgerte sich VfB-Coach Rolf Sent über den verpassten "Dreier", der seiner Mannschaft im Abstiegskampf besonders gut zu Gesicht gestanden hätte. Denn das Team steht nur wegen des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mitkonkurrenten SV Bislich, TuS Drevenack. PSV Wesel II und SV Rees jeweils ein Spiel weniger bestritten haben.

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Zwei schwere Torhüterfehler

Der gestern sehr motiviert wirkende Pierre Elspaß hatte in der 16. Minute die erste große Gelegenheit. Wenig später war es Jens Wunder, der mit einem Kopfball das Ziel verfehlte. Das überfällige 1:0 markiert Elspaß, der sich gegen zwei Kontrahenten durchsetzte und traf (24. Minute). Aber die Freude währte nicht lange. Als Legeland zu lange wartete, bedankte sich Hönnepels Kai Möller mit dem schmeichelhaften Treffer zum 1:1 (30.). Wütende Angriffe des VfB waren die Folge. Aber Wunder (34.), Juri Wolff (37.) und erneut Wunder (41.) ließen beste Gelegenheiten ungenutzt. "Die Dinger müssen einfach sitzen. Das waren drei hundertprozentige Chancen", ärgerte sich VfB-Betreuer Rudi Knümann.

Nach der Pause wurde es aber nicht besser. Wolff (49.), Elspaß (54.) und Tuncay Nokta (62.) versäumten es, vorzeitig alles klar zu machen. So musste der VfB-Anhang bis zur 77. Minute bangen. Sebastian Pommerin setzte Elspaß in Szene. Dieser flankte auf Wolff, der zum 2:1 traf. Damit schien der Sieg in trockenen Tüchern zu sein, denn Rheingold hatte eindeutig mehr vom Spiel. Doch bei einem der wenigen Gegenangriff leistete sich Legeland einen weiteren schweren Fehler. Nach einer Flanke ließ er den Ball fallen. Und wieder war es der aufgerückte Abwehrchef des SV Hönnepel-Niedermörmter, der sich die Chance nicht nehmen ließ — Kai Möller schoss zum 2:2 ein.

(RP)