Fußball: Beenen will Defensivarbeit verbessern

Fußball : Beenen will Defensivarbeit verbessern

A-Ligist SV Rees startet mit einem neuen Trainer in die kommende Spielzeit. Die Grün-Weißen haben wichtige Akteure verloren, konnten allerdings auch einige erfahrene und talentierte Spieler hinzugewinnen.

Als Mitfavorit um den Aufstieg war der SV Rees in der vergangenen Spielzeit in die Kreisliga A-Saison gestartet, konnte dieser Rolle aber nicht gerecht werden. Lediglich Platz neun sprang am Ende für den ambitionierten Verein heraus, der einmal mehr nicht konstant genug agierte.

Der bisherige Trainer Maik Nieuwenhuis, wechselte nach nur einem Jahr zu seinem Heimatverein VfL 45 Bocholt und wird durch Tim Beenen ersetzt, der bis zum Winter der vergangenen Spielzeit noch beim Lokalrivalen BW Bienen tätig war. Für den 31-Jährigen ist es die erste Trainerstation in der Kreisliga A, aber gleichzeitig auch eine Rückkehr, spielte er doch früher im Nachwuchsbereich des SV Rees. Seit dem vergangenen Winter hat sich der neue Coach der Grün-Weißen dann auch schon mit seinem künftigen Klub beschäftigt. „Die Rückrunde verlief sehr wechselhaft. Es waren einige gute Spiele dabei, wie der Auswärtssieg beim Aufsteiger DJK TuS Stenern. Dadurch blickte man zwischendurch auch mal wieder nach oben in der Tabelle, gleichzeitig gab es aber auch Rückschläge gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion“, bewertet Beenen die zweite Serie.

Vor allem in der Defensive sieht der Reeser Linienchef noch Nachholbedarf: „Die Spielweise des Vereins war zuletzt immer eher offensiv mit hohem Ballbesitz geprägt. Aber bei all dem offensiven Drang, den die Spieler haben, wird oft der Blick für die Defensive vernachlässigt. Ich lege großen Wert darauf, als Team zu verteidigen. Das ist ein Punkt, an dem wir noch etwas arbeiten müssen.“

Allerdings müssen die Reeser einige hochkarätige Abgänge verkraften. So haben sich Marko Cvetkovikj und Ersan Alajbegovic dem Bezirksligisten SV Vrasselt angeschlossen und auch Marius Storm hat es eine Spielklasse höher zum RSV Praest gezogen. Des Weiteren haben Florian Weikamp, Lukas Reuyß und Jan Winkler den Verein verlassen. Zudem wird Tim Kliemann den Grün-Weißen vorerst nicht zur Verfügung stehen, da er studienbedingt noch bis zum Jahresende in Südafrika verweilt.

Dafür konnte der SV Rees mit zwei Rückkehrern, Torwart Dennis Meiners und Abwehrspieler Daniel Buscher (beide vom RSV Praest), sowie den Angreifern Ali-El Abbas und Leon Franken vier starke Spieler verpflichten. Vor allem El-Abbas, der eigentlich schon beim Bezirksligisten TuB Bocholt zugesagt hatte, sich dann aber doch für die Grün-Weißen entschied, dürfte eine enorme Verstärkung sein. Der 31-Jährige erzielte im Trikot von Westfalia Anholt in der vergangenen Spielzeit in 30 Partien 14 Treffer und bereitete weitere 28 Tore vor. „Mit Marko Cvetkovikj und Marius Storm hat der Verein zwei wichtige Leistungsträger verloren. Diese Positionen galt es neu zu besetzen. Hier hat der Klub, allen voran Bernd Franken, hervorragende Arbeit geleistet, um diese Lücken zu schließen“, zeigt sich Beenen begeistert von den Zugängen.

Zudem sind die A-Jugendlichen Nico Filipovic, Jannis Friedrich und Moritz Hübner, die bereits zum Ende der vergangenen Spielzeit eingesetzt wurden, in den Kader gerückt.

„Die jungen Spieler konnten sich schon letzte Saison zeigen. Sie sind nun fester Bestandteil der Mannschaft und werden sicherlich auch ihre Einsatzzeiten bekommen. Diesen Weg sind wir natürlich bestrebt, auch weiter zu gehen. Letztendlich ist aber auch die Trainingsleistung und die aktuelle Form entscheidend“, fordert der SVR-Coach ein.

Nach Platz neun in der Vorsaison soll es nun wieder weiter nach oben für den SV Rees gehen. Doch eine konkrete Vorgabe möchte Beenen nicht ausgeben. „Ein genaues Ziel zum jetzigen Zeitpunkt zu formulieren ist nicht einfach. In unserer Mannschaft steckt viel Potenzial. Wenn wir es schaffen, dieses abzurufen und vom Verletzungspech verschont bleiben, kann es eine erfolgreichere Saison werden“, so der junge Coach und ergänzt: „Ich glaube nicht, dass die Qualität der Kreisliga A im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Es gibt viele gute Mannschaften, aber als Favoriten sehe ich schon den SV Spellen und TuB Mussum an.“

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