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Basketball: Basketball-Krimi mit Happy-End

Basketball : Basketball-Krimi mit Happy-End

Absteiger Basket Emmerich hat auch sein zweites Spiel in der Bezirksliga gewonnen. Allerdings hatte die Mannschaft bei GW Vernum lange Zeit erhebliche Probleme. Erst nach zwei Verlängerungen behaupteten sich die Gäste schließlich mit 90:84.

Das war ein hartes Stück Arbeit! Erst nach zwei Verlängerungen und damit 50 Minuten Spielzeit hatte Basketball-Bezirksligist Basket Emmerich den 90:84 (68:68, 23:37)-Erfolg bei Grün-Weiß Vernum unter Dach und Fach gebracht. "Wir waren danach ganz schön platt", bekannte Center Dirk Loock, der mit 37 Punkten maßgeblichen Anteil am Auswärtssieg hatte. Der Absteiger, der vor zwei Wochen mit einem ungefährdeten 56:47 beim TV Breyell in die neue Saison gestartet war, hatte diesmal wesentlich mehr Probleme.

Linien sorgten für Verwirrung

Punkt eins: Die Partie wurde in einer neuen Turnhalle in Issum ausgetragen, in der die Linien bereits nach dem neuen Reglement des Internationalen Basketball-Verbandes FIBA aufgetragen worden sind. Wichtigster Punkt: Die Linie für Distanzwürfe ist um weitere 50 Zentimeter vom Korb entfernt worden. "Daran mussten wir uns erst einmal gewöhnen. In den älteren Hallen müssen die neuen Linien erst schrittweise bis 2012 aufgetragen werden", erklärte Loock.

Punkt zwei: Die Spieler des Gastgebers hinterließen in der Anfangsphase den wesentlich frischeren Eindruck. Auf den Außenpositionen setzte sich GW Vernum immer wieder gekonnt gegen die Emmericher Zonenverteidigung in Szene, während auf der anderen Seite der Korb phasenweise wie vernagelt schien. Folgerichtig lag der Gastgeber nach dem ersten Abschnitt mit 20:10 in Führung.

Auch im zweiten Viertel sollte sich an der Vernumer Überlegenheit zunächst nichts ändern. Der Gegner schloss seine Angriffe konzentriert ab und ging mit einer deutlichen 37:23-Führung in die Pause.

Da der Verein momentan noch auf der Suche nach einem neuen Trainer ist, musste der Mannschaftsrat der Routiniers tagen. Dirk Loock, Marco Frisch und Thomas Seelen, den eine Verletzung sichtlich beeinträchtigte, entschieden sich für eine Manndeckung, um den Spieß noch einmal umdrehen zu können. Mit Erfolg. Basket Emmerich hatte den Gastgeber ab sofort im Griff und startete die Aufholjagd.

Den dritten Abschnitt entschieden die Emmericher mit 29:17 für sich — plötzlich betrug der Rückstand damit nur noch sechs Punkte. Und im letzten Viertel nutzten die Gäste ihre ganze Routine, um gegen den verunsicherten Gegner eine Verlängerung zu erzwingen. Weitere fünf Minuten reichten immer noch nicht — jetzt stand's 80:80. Doch der nächsten Extraschicht folgte ein Happy-End: Basket gewann mit 90:84.

Basket Emmerich: Loock (37), Lümers (15), S. Heim (15), Seelen (7), Köpp, Brink, Hemmers (2), Frisch (11), P. Heim (3), Mulder.

(RP)