Aufsteiger Fortuna Elten setzt sich hohe Ziele

Fußball-Kreisliga B : Aufsteiger Fortuna setzt sich hohe Ziele

Die Eltener haben den „Betriebsunfall“ Kreisliga C nach einer Saison direkt reparieren können. Auch eine Klasse höher will das Team von Coach Marco van Eekeren nun wieder eine gute Rolle spielen.

Souverän hat Fortuna Elten den „Betriebsunfall“ Fußball-Kreisliga C repariert. Mit 26 Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage sowie einer Tordifferenz von plus 114 wurde der sofortige Wiederaufstieg in die B-Liga gemeistert. „Das vergangene Jahr war zu einfach“, gibt Trainer Marco van Eekeren aber unumwunden zu. „Es wird spannend, wie sich die Spieler verhalten, wenn sie mal verlieren.“

Denn den Verantwortlichen der Fortuna ist klar, dass in der neuen Saison Mannschaften von anderem Kaliber auf sie warten. Doch der Aufsteiger geht durchaus mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen an die Aufgabe heran. „Wir wollen um die Plätze sechs bis acht spielen“, sagt der niederländische Coach. „Wir müssen uns Ziele setzen und mein Gefühl sagt mir, dass so eine Platzierung möglich ist.“

Dass es bei der Fortuna wieder aufwärts geht, nimmt der Vorstand nicht als Selbstverständlichkeit hin. Schließlich ging es die vergangenen zehn Jahre immer nur nach unten, zum Schluss stand gar der Abstieg in die tiefste Spielklasse bevor. „Vor anderthalb Jahren standen wir hier vor einem Scherbenhaufen“, sagt Vorsitzender Marc Arntzen. Denn nicht nur sportlich lief es alles andere als gut. Die zweite Mannschaft musste abgemeldet werden, weil die Spieler den Verein verließen. Detlev Brinkmann hatte obendrein als Trainer der Ersten hingeschmissen.

Mittlerweile ist das abgehakt. Nach der Rückkehr in die B-Liga sind auch einige ehemalige Akteure wieder an die Europastraße zurückgekehrt. Etwa Dennis Knoop und Bastian Konopatzki, die zuletzt beim SV Vrasselt II aktiv waren. Oder Ergün Dogu und Erbil Dogu, die eine Saison einen Abstecher zur DJK Hüthum gemacht haben. Oder Patrick van Oostveen, der schon zu Bezirksliga-Zeiten das Fortuna-Trikot trug und nun noch einmal angreifen möchte. Auch Kevin Kock hatte zuletzt pausiert und gehört nun wieder zum Kader.

Das gilt auch für drei Neuzugänge aus der eigenen A-Jugend. Kristian Jansen und Adrian Arntzen könnten im Mittelfeld zum Einsatz kommen. Mit Tim Roes bekommt die Fortuna einen Ersatztorwart. Van Eekeren hat sich frühzeitig auf Florian Gerritsen als Nummer eins festgelegt. „Das ist auch so mit Tim Roes besprochen und er soll jetzt einfach von Flo lernen“, erklärt der Coach, der zudem zwei Neuzugänge aus seiner Heimat begrüßt. Mark Wiendels und Remy van Voorbergen haben in der vergangenen Saison für den SDSZ Zevenaar gespielt. Erstgenannter ist ein Mann für die Position des Rechtsaußen, van Voorbergen fühlt sich im Mittelfeld wohl.

Drei Abgänge stehen dem gegenüber. Amir Khalaf soll in der Reserve spielen. Für Damir Kafedzic ist der Aufwand zu groß geworden, er will sporadisch in der zweiten Mannschaft auflaufen. Kader Khalil kehrt in den Irak zurück. „Unser Kader ist 24 Mann stark, das ist aber auch nötig“, findet van Eekeren. Die Problematik bei der Fortuna ist aktuell, dass sie quantitativ über zu viele Spieler für zwei Seniorenmannschaften verfügt. So wurden in der vergangenen Saison allein in der Reserve 58 verschiedene Spieler eingesetzt. „Der Vorstand wollte eine dritte Mannschaft melden, aber wir haben die Jungs entscheiden lassen und die Spieler waren einstimmig dagegen“, berichtet Arntzen.

Freude herrschte in Elten, als die Gruppeneinteilung veröffentlicht wurde. „Es gibt viele Derbys, was auch viele Zuschauer bedeutet“, sagt Pressewart Udo Kersjes. Gerade die Ortskonkurrenten DJK Hüthum und VfB Rheingold erwarten die Eltener als besonders starke Konkurrenten.

Coach van Eekeren möchte am liebsten sein Team im 4-3-3 sehen. „Er ist halt Holländer“, sagt Marc Arntzen. Doch grundsätzlich ist der Übungsleiter so freidenkend, dass er auch auf ein 4-4-2 umschwenken würde, „wenn es mit dem 4-3-3 nicht klappt“. Überhaupt gewährt van Eekeren den Spielern Freiheiten auf dem Platz. „Jeder muss aber seine Zone gut verteidigen“, sagt der Aufstiegstrainer.

(tt)