Motorsport: Auf dem Weg zur Nummer vier

Motorsport : Auf dem Weg zur Nummer vier

Motorsport Formel 1: Die Renaults von Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo kommen immer besser in Fahrt. Am Sonntag wollen sie in Sotschi wieder in die Punkte fahren und sich hinter den drei Top-Teams etablieren.

Es geht momentan Schlag auf Schlag in der Formel 1. Vier Rennen in einem Monat. Knapp 8000 Kilometer in einer Woche. Für Nico Hülkenberg blieb trotzdem noch Zeit für einen kulturellen Zwischenstopp, bevor er am kommenden Freitag wieder in seinem Dienstwagen sitzt. Am Dienstag teilte der Emmericher in den sozialen Netzwerken ein Foto aus der russischen Hauptstadt Moskau – in eine dicke Winterjacke gewickelt und die traditionelle Pelzmütze Uschanka auf dem Kopf tragend.

Gewiss war das ein kleiner Kälteschock für den 32-Jährigen. Am kommenden Sonntag drehte der Renault-Pilot bei tropischem Wetter in Singapur seine Runden – in Moskau ist es aktuell 20 Grad kälter. Doch das Thermometer wird schnell wieder nach oben gehen, wenn Hülkenberg aus dem Flugzeug ausgestiegen sein wird, das ihn von der Hauptstadt ins milde Sotschi befördert. Dort steigt am Sonntag (13.10 Uhr, RTL) der 16. Grand Prix dieser Formel-1-Saison.

Für den Emmericher geht es mit ordentlich Rückenwind in die Olympiastadt von 2014. In den vergangenen drei Rennen hat Hülkenberg gepunktet. Allgemein scheint Renault einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, hin zur vierten Kraft hinter Mercedes, Ferrari und Red Bull. „Seit der Sommerpause sehen wir sehr stark aus“, findet auch sein Teamkollege Daniel Ricciardo. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte das deutsch-australische Duo mit den Plätzen vier und fünf in Italien. Zuversichtlich werden die Renault-Piloten wohl am Freitag ins Cockpit steigen.

Zurück auf das Rennen in Singapur blickt Hülkenberg mit gemischten Gefühlen. „Wir haben uns in Singapur gut erholt nach dem Zwischenfall in Runde eins. Das ist Teil des Spiels auf Straßenkursen, alles kann passieren, aber du musst geduldig bleiben und wir haben es geschafft, ein paar Punkte mit nach Hausen zu nehmen“, erklärte er seinen neunten Platz. „Wir waren sowohl im Qualifying also auch im Rennen konkurrenzfähig und es wären bestimmt auch mehr Punkte möglich gewesen, wenn sich die Dinge ein bisschen ruhiger ausgegangen wären.“

In Sotschi lief es bislang für Hülkenberg aber nicht gut. Seit 2014 werden dort Grand Prix ausgefahren. Nur 2017 schaffte es der 32-Jährige als Achter in die Punkte. „Die Strecke ist ziemlich lang und hat viele Kurven. Eine ganze gute Runde zusammenzubringen, kann schwierig sein“, beschreibt Nico Hülkenberg den Rundkurs am Schwarzen Meer. Seine Zukunft in der Formel 1 ist derweil weiter unklar. Der Emmericher sagte bei RTL: „Ich bin gelassen. Ich habe das zehn Jahre gemacht und würde es arg vermissen. Die Karten sind gelegt, wir müssen gucken, wie die Steine fallen.“