Fußball: A-Liga-Nachholspiele stehen auf Kippe

Fußball : A-Liga-Nachholspiele stehen auf Kippe

Fortuna Millingen empfängt am Sonntag um 15 Uhr den SV Spellen und der SV Rees reist zum Schlusslicht Borussia Bocholt. Allerdings ist es sehr fraglich, ob die Sportplätze bespielbar sind.

Am Sonntag stehen die ersten Nachholspiele in der Kreisliga A an. Dabei bekommt es Fortuna Millingen um 15 Uhr mit dem SV Spellen zu tun. Die Fortuna rangiert derzeit punktgleich mit den Gästen auf dem dritten Tabellenplatz und könnte mit einem Sieg vorbeiziehen. „Ich sehe uns auf einem Level mit Spellen, das hat auch das Hinspiel gezeigt, welches wir 1:0 gewonnen haben“, so Millingens Trainer Rolf Sent.

In der Vorbereitung absolvierten die Rot-Weißen zwei Testspiele, die beide gegen Bezirksligisten verloren wurden. Erst gab es ein 1:4 beim SV Biemenhorst, dann ein 0:3 beim SV Rindern. Problematisch war allerdings, dass einige Spieler dort nicht mitwirken konnten. „Leider Gottes ist es so, dass die Studenten unter der Woche nicht trainieren und nicht spielen konnten. So konnte ich nicht mit der Mannschaft testen, die ich mir eigentlich vorstelle“, erklärt der erfahrene Übungsleiter.

Die Gäste aus Spellen nahm Sent beim Unentschieden in Stenern unter die Lupe. „Dort haben sie defensiv kompakt gestanden und Stenern im Offensivbereich unter Druck gesetzt. Daher erwarte ich eine starke Spellener Mannschaft, die ihr eigenes Spiel durchsetzen will“, analysiert Millingens Trainer. Jedoch bezweifelt Sent, dass das Spiel am Sonntag überhaupt zustande kommt: „Die Wahrscheinlichkeit dass nicht gespielt wird, liegt bei 90 Prozent. Die Plätze sind aufgrund des Schneefalls sehr tief und das Wetter soll sich auch nicht wirklich bessern.“

Für die Millinger würde ein Ausfall der Partie wahrscheinlich eine weitere englische Woche in der restlichen Rückrunde ergeben, zumal die nächsten beiden Spiele gegen den SV Brünen (10. Februar) und den 1. FC Bocholt II (17. Februar) ebenfalls Heimspiele sind. Für Rolf Sent ist das allerdings kein Problem: „Ich sehe die Situation positiv. Zum einen wird Tom Gerstenberg Ende Februar wieder regelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen können und zum anderen bekommen wir bei Spielen unter der Woche gute Spielpraxis. Das ist mir viel lieber, als diese Glücksspiele zum jetzigen Zeitpunkt.“ Borussia Bocholt – SV Rees (So. 15 Uhr) Ebenfalls am Wochenende bestreitet der SV Rees sein erstes Pflichtspiel im Jahr 2019. Auf der Abschiedstournee von Trainer Maik Nieuwenhuis – den es ja bekanntlich zu seinem Heimatverein VfL Bocholt zieht – müssen die Grün-Weißen beim Schlusslicht Borussia Bocholt antreten. Doch auch Nieuwenhuis glaubt nicht daran, dass das Spiel stattfinden wird. Und das obwohl die Partie auf Hartplatz angesetzt wurde: „Es soll zwar am Wochenende einen Ticken besser werden, aber dennoch soll es ja nachts frieren. Daher denke ich nicht, dass wir am Sonntag spielen werden.“

Dennoch hat sich der scheidende Übungsleiter gewissenhaft auf den kommenden Gegner vorbereitet und die Borussia bei den Stadtmeisterschaften in der Halle analysiert: „Natürlich ist es was anderes, als wenn man auf dem Großfeld spielt. Dennoch konnte ich einen Eindruck von der Mannschaft gewinnen.“ Denn die Borussia hat sich im Winter mit fünf neuen Spielern verstärkt. „Mit Marco Barbetta und Abduallah Seyrek haben sie zwei bekannte Akteure geholt, die das Team mit Sicherheit verstärken werden. Zudem sind dort einige Studenten bei, die man nicht kennt. Daher würde ich den Blick auf die Tabelle nicht überbewerten, da sie einiges an Qualität gewonnen haben“, warnt Nieuwenhuis vor dem Gegner.

Trotzdem sieht Nieuwenhuis sein Team „natürlich in der Favoritenrolle“: „Wir wollen unseren Trend aus dem letzten Jahr fortsetzen und die drei Punkte mit nach Hause nehmen.“ Verzichten muss der Reeser Coach am Sonntag auf drei Akteure. Jens Grütter, Tim Kliemann und Paul Schenk sind allesamt beruflich verhindert. Zudem steht hinter den Einsätzen von Lukas Reuyß und Ersan Alajbegovic noch ein Fragezeichen. „Bei Ersan und Lukas müssen wir die Trainingseinheit noch abwarten. Dann entscheiden wir, ob es sinnvoll ist“, so Nieuwenhuis.

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