Lokalsport: 1. FC Kleve trifft auf den Favoritenschreck

Lokalsport: 1. FC Kleve trifft auf den Favoritenschreck

Fußball: Der Landesliga-Spitzenreiter gastiert bei den Sportfreunden Niederwenigern, die bereits einige Top-Teams geärgert haben.

Am Klever Bresserberg könnte die Stimmung aktuell kaum besser sein: Die Rot-Blauen des 1. FC Kleve haben seit sieben Partien keinen Punkt abgegeben, führen die Landesliga-Tabelle an und haben bereits 13 Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Der Rückrundenauftakt verlief mit zwei Siegen gegen Schwafheim und Rellinghausen ebenfalls nach Maß.

Auch am vergangenen Wochenende ließ die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar den Gästen vom ESC keine Chance. Durch die Tore von Tim Haal und Janis Altgen behielt der Tabellenerste die Oberhand. Noch entscheidender aber ist die Tatsache, wie ungefährdet der Sieg gegen die Gäste aus Essen war. Hinten ließen die Schwanenstädter nichts zu, offensiv zeigten sie sich kreativ, flexibel und abschlussstark. Der einzige Wermutstropfen war der Ausfall von Tim Haal, der nach einem gegnerischen Tackling ausgewechselt werden musste. "Er ist glücklicherweise auf dem Weg der Besserung. Aber ein Einsatz am Sonntag ist weiterhin unwahrscheinlich", sagt FC-Trainer Akpinar. "Er hat eine Prellung erlitten und Probleme mit dem Innenband im Sprunggelenk. Wir hoffen, dass wir ihn noch fit bekommen", fügt der Deutsch-Türke an.

Nun wartet auf den 1. FC Kleve mit den Sportfreunden Niederwenigern erneut ein Gegner, der Aufstiegsambitionen verfolgt. Aktuell befinden sich die Schwarz-Gelben auf dem sechsten Tabellenplatz; nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. Die Mannschaft aus Essen spielt eine gute Saison: Mit vier Niederlagen in die Saison gestartet war, setzten sich die Balltreter aus Essen im weiteren Saisonverlauf in der oberen Tabellenhälfte fest. Zuletzt verlor Niederwenigern auswärts gegen den ersten Klever Verfolger, FSV Duisburg, mit 0:2. Früh gingen die Sportfreunde in Rückstand, boten dennoch lange Paroli. Erst wenige Minuten vor Schluss setzte Duisburg den entscheidenden Treffer. Zuvor aber war Niederwenigern in fünf Ligaspielen ungeschlagen geblieben.

Auf einen guten Gegner trafen die Klever auch im Hinspiel. Zwar gewann die Akpinar-Elf mit 4:0, doch gegen kompakt stehende Gäste hatten die Rot-Blauen Mühe. Damals trugen sich Nedzad Dragovic, Levon Kürkciyan und zwei Mal Niklas Klein-Wiele in die Torschützenliste ein. "Das Ergebnis ist natürlich sehr deutlich gewesen. Aber das ist nun ein halbes Jahr her; die Vorzeichen sind jetzt völlig andere", sagt Akpinar.

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"Niederwenigern hat uns im Hinspiel alles abverlangt. Erst wenige Minuten vor Schluss haben wir den Deckel drauf bekommen", erklärt das FC-Urgestein. Im Hinspiel an zwei Treffern direkt beteiligt war Mike Terfloth, der in dieser Woche seinen Vertrag um ein Jahr verlängerte und sich so seinen Mitspielern Dragovic, Hühner, Haal und Forster anschloss. Bereits seit der Saison 14/15 trägt Terfloth das Trikot der Schwanenstädter.

Am Sonntag aber wartet ein starker Gegner auf Kleve. Der Vorjahreselfte aus Niederwenigern, der bereits seit sieben Jahren von Jürgen Margref betreut wird, hat in dieser Saison schon einige starke Teams geschlagen. Unter anderem gegen Rellinghausen und Kray behielt das Team um Top-Torschütze Florian Machtemes (acht Treffer) die Oberhand. Der 1. FC Kleve also dürfte gewarnt sein. Doch neben Tim Haal ist auch der Einsatz von Pascal Hühner gefährdet, der im Spiel gegen Rellinghausen umgeknickt und dessen Fuß nun geschwollen ist. Am Dienstag trainierte der Stürmer nicht mit, bei der Einheit am Donnerstag war er mit von der Partie. "Ob es für das Spiel am Sonntag reicht, wissen wir noch nicht. Auch am Donnerstag konnte er nur vorsichtig mittrainieren", erklärt der FC-Coach.

Aus Akpinars Sicht ist die Marschroute für das kommende Spiel aber klar: "Wir müssen alle wieder auf das Gaspedal drücken. Nur wenn jeder ans Limit geht, werden wir punkten. Das gilt für jeden Mannschaftsteil, sagt der FC-Trainer, der weiterhin keinen Blick auf die Tabellenkonstellation wirft und bescheiden bleibt: "Auch bei dem souveränen Sieg gegen Rellinghausen haben wir Fehler in unserem Spiel gesehen, die wir nun abstellen wollen."

(RP)