Lokalsport: 1. FC Kleve feiert 3:2-Derbysieg

Lokalsport: 1. FC Kleve feiert 3:2-Derbysieg

Fußball: Der Spitzenreiter der Landesliga gewinnt das Spiel beim SV Hönnepel-Niedermörmter.

Im Lokalderby in der Fußball-Landesliga zwischen dem SV Hönnepel-Niedermörmter und dem 1. FC Kleve konnte sich der Spitzenreiter aus der Schwanenstadt mit 3:2 (1:1) durchsetzen. Vor allem im ersten Durchgang boten die abstiegsbedrohten Schwarz-Gelben auf dem heimischen Acker aber ordentlich Paroli und machten es den Klevern nicht leicht.

Kleves Simon Berressen (links) kommt vor Peter Mayr an den Ball. Foto: Markus van Offern

So hatten die Bullen in der Anfangsviertelstunde mehr vom Spiel und bekamen nach einem Vorstoß von Flügelspieler Nils Hermsen einen Freistoß in guter Position zugesprochen, den Stephan Schneider jedoch in die Mauer setzte. Besser machte Schneider es in der 14. Minute, als der Gastgeber nach einem Foul der Klever an Tim Seidel einen weiteren Freistoß bekam. Aus 25 Metern Torentfernung und zentraler Position hämmerte der Ex-Sonsbecker den Ball schnörkellos in den rechten Winkel.

Der Rückstand schien die Klever wach zu rütteln, die nun besser in die Partie kamen und sich erste Chancen erspielten. In der 21. Minute starteten die Klever nach einem Ballverlust der Hö.-Nie.-Offensive einen schnellen Gegenangriff über Mike Terfloth - sein Pass auf Nicola Mölders, der in aussichtsreicher Position stand, wurde jedoch wegen einer knappen Abseitsentscheidung abgepfiffen. Doch Kleve kam dem Tor der tiefstehenden Hausherren zunehmend nahe. Mike Terfloth (24.) verfehlte den Kasten mit einem Flugkopfball aus kurzer Distanz nur knapp, und Forster streifte in der 30. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel die Latte des Bullen-Tores.

Auch der Gastgeber beschränkte sich nach der Führung nicht auf die Defensive und wurde unter anderem in der 39. Minute gefährlich. Kai Robin Schneider (39.) traf nach schnellem Konter und Doppelpass mit Daniel Boldt aus zehn Metern Aluminium, den Nachschuss von Nils Hermsen parierte Ahmet Taner. Kurz vor der Pause waren es dann aber die Klever, die jubelten, als Fabio Forster einen Freistoß aus 18 Metern ansatzlos ins linke Eck schlenzte.

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War die Partie im ersten Durchgang noch relativ ausgeglichen, gewann der Favorit aus Kleve in der zweiten Hälfte an Übergewicht. In der 56. Minute traf FC-Innenverteidiger Sebastian van Brakel nach einer Ecke das Außennetz und bewies sieben Minuten später erneut seine Offensivqualitäten, als er einen Freistoß von Fabio Forster per Kopf zur 2:1-Führung verwertete.

Der SV Hö.-Nie. nutzte seine Chancen auf der anderen Seite nicht. So konnte Andre Trienenjost (73.), der als einzige Spitze in der Startelf stand, eine Hereingabe von Tim Seidel nicht verwerten. Und auch ein Konter in Überzahl durch Andre Trienenjost und den zwischenzeitlich eingewechselten zweiten Angreifer Ahmed Can Simsek blieb ohne Abschluss. Auf der anderen Seite entschärfte SV-Keeper Martin Hauffe in der 85. Minute eine starke Direktabnahme von Mike Terfloth. In der Nachspielzeit musste sich Hauffe dann aber geschlagen geben, als der eingewechselte Jan-Luca Geurtz im Alleingang einen Konter zum 3:1 abschloss. Zwar kam die Heimmannschaft durch Peter Mayr noch auf 2:3 ran, danach war aber unmittelbar Schluss - Und somit konnten die Klever ihren Anspruch im Meisterschaftsrennen nach der Niederlage der vergangenen Woche wieder untermauern.

FC-Coach Umut Akpinar lobte seine Mannschaft für eine gute Reaktion auf das 1:3 gegen Sterkrade-Nord. "Auf schwierigem Boden war es gegen einen tief stehenden Gegner nicht einfach für uns. Der Gastgeber hat um jeden Meter gekämpft, aber meine Jungs waren wieder frischer als gegen Sterkrade-Nord und haben den Kampf angenommen. Beim Pfostentreffer in der ersten Halbzeit hatten wir Glück. Wenn wir da 0:2 zurückgelegen hätten, wäre es schwer für uns geworden", sagte der Trainer.

Hö.-Nie.-Trainer Georg Mewes attestierte seiner Mannschaft einen guten Einsatz und Kampf, haderte jedoch erneut mit der Chancenverwertung: "Es ist schade. Wir führen 1:0 und haben alle Vorteile, aber dann nutzen wir unsere Chancen nicht. Mit ein bisschen Glück hätten wir vielleicht einen Punkt holen können, aber insgesamt fehlte uns vorne die Qualität, um gegen Kleve zu punkten."

(RP)