Fußball: 0:11-Klatsche für Rees vor dem Derby

Fußball : 0:11-Klatsche für Rees vor dem Derby

Fußball: Die Grün-Weißen blamieren sich im Kreispokal und erwarten nun am Sonntag um 15 Uhr Fortuna Millingen. Anholt verliert 2:5 bei Olympia Bocholt und fährt gleich nochmal zum Gegner.

Nach zuletzt drei Ligapleiten in Folge musste der SV Rees jetzt auch eine Niederlage im Kreispokal einstecken – und die fiel in der zweiten Runde dieses Wettbewerbes gegen den Bezirksligisten Hamminkelner SV mit 0:11 überdeutlich aus. Bereits zur Pause war die Partie entschieden, da stand es schon 3:0 für den Gast. „Wir haben überhaupt keine Gegenwehr gezeigt. Natürlich hatten wir drei Leute aus der zweiten Mannschaft dabei und denen mache ich auch keinen Vorwurf, dennoch war es eine erschreckend schwache Leistung“, urteilte der sportliche Leiter des SV Rees, Bernd Franken, nach dem Spiel, in dem die Grün-Weißen Auflösungserscheinungen zeigten. „Da werden wir auf jeden Fall noch einmal Tacheles mit der Mannschaft reden. So geht es sicherlich nicht“.

Der sportliche Leiter räumt zudem ein: „Nicht nur auf dem Feld drückt bei uns derzeit ein wenig der Schuh, auch in der Vereinsarbeit, wir wollen uns künftig im Vorstand breiter aufstellen, da einfach deutlich mehr Unterstützung benötigt wird, diesbezüglich wird es nächste Woche auch noch ein Treffen geben“.

Nun geht es für die Grün-Weißen mit einem Derby in der Kreisliga A weiter. Am Sonntag um 15 Uhr trifft die Mannschaft von Trainer Tim Beenen auf den Nachbarn Fortuna Millingen. Dann soll sich zumindest die personelle Lage wieder entspannt haben. „Außer den Langzeitverletzten dürften wir alle Mann an Bord haben“, so Franken, der das Derby auch zur rechten Zeit kommen sieht: „Es fehlt im Moment sicherlich das Selbstvertrauen, weshalb dringend wieder ein Erfolgserlebnis her muss. Was bietet sich da Besseres an, als ein Derby zu gewinnen. Wir haben alles selber in der Hand. So ein Spiel hat immer seine eigenen Gesetze und seinen eigenen Reiz.“

Trotz der Negativserie der Reeser erwartet Millingens Trainer Rolf Sent ein „schweres Spiel“: Ich gehe davon aus, dass wir auf eine sehr starke Reeser Mannschaft treffen, denn ein Derby setze immer seine eigenen Kräfte frei“. Nichtsdestotrotz ist der Linienchef der Fortuna optimistisch: „Ich hoffe, dass wir so auftreten, wie wir auswärts zuletzt immer aufgetreten sind: frech und mit Herz.“

Mit 2:5 (2:3) musste sich Westfalia Anholt im Pokal beim FC Olympia Bocholt geschlagen geben. Die Gäste zeigten keine gute Leistung und das obwohl die Hausherren ersatzgeschwächt in die Partie gingen und nach 37 Minuten sogar mit einem Mann weniger waren. „Das war einfach keine gute Leistung von uns. Es fehlte alles, was man zum Fußballspielen braucht. Olympia ist mit dem letzten Aufgebot angetreten und musste fast 60 Minuten in Unterzahl spielen. Dennoch haben wir nichts hinbekommen. Das einzig Positive ist, dass sich keiner verletzt hat und keiner gesperrt wurde“, zeigte sich Anholts Trainer Thomas Driever enttäuscht von seiner Mannschaft.

Wiedergutmachung können die Anholter aber bereits am Sonntag betreiben, wenn es um 15 Uhr erneut zum Duell der beiden Mannschaften kommt. Dann allerdings dürfen die Hausherren wieder aus dem Vollen schöpfen können. „Ich gehe davon aus, dass es ein heißer Tanz wird. Bei uns muss dann aber wieder die Einstellung stimmen, ansonsten kann es ganz böse für uns enden, wenn Bocholt in Bestbesetzung aufläuft, da sie eine sehr starke Mannschaft sind“, so Driever.

Nach einer ungewollten Pause von zwei Wochen greift auch der SV Haldern wieder ins Spielgeschehen ein. Nachdem das Spiel beim SV Brünen am vergangenen Wochenende den Witterungsbedingungen zum Opfer fiel, treffen die Lindendörfler am Sonntag um 15 Uhr auf die Reserve der DJK SF 97/30 Lowick. „Das ist ein sehr schwerer Gegner, der nach einer längeren Schwächephase jetzt wieder stark zurückgekommen ist und über viel Kreisliga-A- und Bezirksliga-Erfahrung verfügt“, warnt der Halderner Co-Trainer Andreas Kosel. Sorgen, dass sich die unerwartete Pause auf das Spiel auswirken könnte, hat Kosel nicht: „Wir hätten die Spiele gegen Brünen und im Pokal gegen Drevenack gerne absolviert. Am Rhythmus dürfte es aber nichts geändert haben, da wir trotzdem gut und mit sehr vielen Spielern trainiert haben.“

Zudem hat sich auch die Personalsituation der Lindendörfler wieder etwas verbessert. Außer den langzeitverletzten Steffen Syberg, Christoph Hegmann, Lukas Meurs, Tobias Lasthuis und Linus Meier stehen den Rot-Weißen wieder alle Mann zur Verfügung. Auch Julian Otten, der zuletzt längere Zeit gefehlt hat wird wieder im Kader stehen.