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Emmerich: Spital hat neuen Chefarzt für "Innere"

Emmerich : Spital hat neuen Chefarzt für "Innere"

Dr. Andreas Klimkiewicz (47) ist der "Neue" auf dem Posten. Er gilt als besonders vielseitig, will als Schwerpunkt die Lungenheilkunde voranbringen und in der Krebsdiagnostik ganz neue Methoden nutzen.

Von seinem Vorgänger Detlef Holtermann hat das Haus sich zum 31. Dezember getrennt — offenbar in Unfrieden. "Herr Holtermann wollte es, und wir wollten es auch, und so sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es das beste ist, die Tätigkeit bei uns zu beenden", erklärte Heinrich Schnieders, Geschäftsführer der Krankenhausholding Pro Homine, knapp. Was Holtermann jetzt tue, könne er nicht sagen.

Dr. Andras Klimkiewicz ist Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Lungenheilkunde (Pneumologie) und Gastroenterologie, die sich mit Erkrankungen von Magen und Darm befasst. Ferner hat er spezielle Qualifikationen in der Allergologie, der Notfallmedizin und der Schlafmedizin vorzuweisen. Ergo: Klimkiewicz sei "ein Allrounder", fasste Schnieders zusammen: "Ein Fachmann, wie wir ihn hier für Emmerich brauchen."

Andreas Klimkiewicz betonte, er habe die volle Bandbreite der Inneren Medizin "von der Pike auf gelernt". Die Onkologie — also jener Zweig der Inneren Medizin, der sich mit Krebserkrankungen befasst — stehe im Willibrord-Spital "auf einer guten Basis": "Aber ich sehe es als persönlichen Schwerpunkt an, das weiter voranzutreiben."

Und zwar auch durch neue Geräte. Das Krankenhaus plant auf sein Betreiben, eine hochmoderne Vorrichtung zur Diagnose von kleinsten Veränderungen in der Lunge anzuschaffen. 140 000 Euro will es in den Apparat zur so genannten "elektromagnetischen Navigation" investieren, etwa Mitte des Jahres soll er zur Verfügung stehen: "Das wird uns deutlich voranbringen" so Klimkiewicz.

Schnieders erklärte, die Anschaffung zeige "den Willen der Geschäftsführung, in der Onkologie einen Schwerpunkt zu setzen". Ein solches Gerät gebe es im Umkreis kein zweites Mal.

Besonderes Augenmerk will Klimkiewicz außerdem auf die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen der Lunge legen, vor allem auf chronische Probleme, die durch Rauchen verursacht werden (COPD). "Wir werden sehr eng mit den niedergelassenen Pneumologen arbeiten", sagte Klimkiewicz.

Ferner könne er sich in der Kardiologie eine "Erweiterung des Diagnosespektrums vorstellen". Das heißt: Er will die Einführung weiterer Diagnosemethoden und -verfahren rund um Herzerkrankungen einleiten.

Schnieders machte keinen Hehl daraus, dass die Notwendigkeit, neue Besetzungen für wichtige Posten zu finden, im vergangenen Jahr ein deutliches Ärgernis für das Haus gewesen ist. Anfang des Jahres musste bereits ein neuer Chefarzt für die Geriatrie gefunden werden. Der gerade erst eingestellte Dr. Heinz Unger hatte sich noch in der Probezeit aus persönlichen Gründen wieder verabschiedet.

(RP)