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Emmerich: SPD positioniert sich gegen Stephan Wedding

Emmerich : SPD positioniert sich gegen Stephan Wedding

Heute soll der Rat der Stadt Emmerich den zweiten Beigeordneten für die Stadtverwaltung wählen. Favorit ist Stephan Wedding aus Duisburg. Er gilt intern als Kandidat der CDU, wenngleich er im Duisburger Stadtrat nicht für die CDU, sondern für die Fraktion "Junges Duisburg" arbeitet.

Wedding hat in den Vorgesprächen die Mehrheit der Fraktionen überzeugt. Allerdings wohl nicht die SPD. Sie hat im Rat allerdings keine Mehrheit.

Die SPD hat sich gestern in einer Pressemitteilung geäußert. Sie schlägt vor, dass die Emmericher keinen Beigeordneten wählen, sondern einen Dezernenten. Das würde bedeuten, dass die komplette Ausschreibung und das Bewerbungsverfahren neu gestartet würden.

Zur Begründung heißt es bei der SPD, dass Wedding nicht über genügend Erfahrungen für den neuen Job im Rathaus verfüge. Der neue Beigeordnete soll bekanntlich die Bereiche Schule und Soziales übernehmen. Wedding ist 32 Jahre alt und arbeitet derzeit für die Universität Duisburg-Essen.

Die SPD möchte, dass die Bereiche nicht von einem Beigeordneten, sondern von einem Dezernenten geleitet werden. So sei auch eine Altersbeschränkung für die Bewerber hinfällig.

Möglicherweise steckt hinter den Forderungen der SPD aber auch noch eine andere Idee. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Wedding möglicherweise in ein paar Jahren von der CDU als Bürgermeisterkandidat aufgestellt wird. Für die SPD könnte er damit zu einem Konkurrenten für ihren Bürgermeister Peter Hinze werden. Wedding will sich in Emmerich niederlassen. Mit Rathaus-Erfahrung könnte er dann Top-Kandidat sein.

(ha)