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SPD Emmerich stellt mehrere Anträge an den Rat

Emmerich : SPD-Forderung: Gewerbegebiete besser an ÖPNV anbinden

Mehrere Anträge haben die Emmericher Sozialdemokraten vorbereitet. Dabei geht es um den ÖPNV, sichere Schulwege und die Schiff-Entgasung.

(tt) Im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen hat die Emmericher SPD-Ratsfraktion mehrere Anträge formuliert. Ein Hauptanliegen ist dabei die Verbesserung der Mobilität im öffentlichen Personennahverkehr. „Uns liegt daran, dass die Gewerbegebiete, wo die Arbeitsplätze sind, angebunden werden – gerade zu den Schichtzeiten“, erklärt Fraktionsvorsitzende Andrea Schaffeld.

Den Sozialdemokraten schwebt dabei eine Art Modellprojekt vor. Die Finanzierung soll durch den Kreis Kleve erfolgen. Der Kreistag hatte im Dezember beschlossen, einen Betrag von 967.350 Euro zur weiteren Optimierung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) einzuplanen. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sei eine gute Anbindung für die Emmericher Betriebe eine gute Unterstützung zur Gewinnung von Arbeitskräften.

Bei zwei weiteren Anträgen wollen die Sozialdemokraten weiterhin am Ball bleiben: Gleich mehrere Querungshilfen sollen die Schulwege sicherer machen. Am Großen Wall und an der Van-Gülpen-Straße, sowohl in Höhe des Grollschen Wegs als auch im Kreuzungsbereich Seufzerallee sowie im Bereich Nonnenplatz/Baustraße/Wollenweberstraße sehen die Sozialdemokraten dringenden Handlungsbedarf. „Mit Querungshilfen meinen wir mindestens einen breiten Zebrastreifen“, konkretisiert Schaffeld den Antrag.

Die Fraktionsvorsitzende sieht ihre Partei auch bei der Thematik Entgasung von Schiffen „auf dem richtigen Weg“. Zwar sieht sie selbst keine günstige Prognose für den Antrag auf Elektronasen, der im Ausschuss für Stadtentwicklung am 28. Januar beraten wird, aber nichtsdestotrotz er nicht zurückgezogen. Darüber hinaus gibt es nun auch noch einen Prüfauftrag an die Verwaltung. So soll festgestellt werden, welche Voraussetzungen für die Errichtung einer Entgasungsanlage für Binnenschiffe vorliegen müssen. Zwar liege die Zuständigkeit offenbar nicht zunächst bei der Stadt, aber es müssten unter anderem Finanzierungsmöglichkeiten geklärt werden.

In einem weiteren Antrag wird eine Onlinebefragung von Kindern und Jugendlichen gefordert. Die Ergebnisse sollen dann in die Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans einfließen. „Wenn wir Partizipation ernst nehmen, ist das ein zeitgemäßer Weg“, findet Schaffeld.