Snack-Spezialitäten auf dem Markt in Emmerich und Elten

Kulinarisches : Snack-Spezialitäten auf dem Markt

Joyce Gerritsen steht mit ihrem „Enjoy-Snackservice“ auf den Märkten in Emmerich und Elten.

So mancher Deutsche fährt nach Holland, wenn er eine knusprige Pommes oder eine leckere „Frikandel spezial“ essen möchte. Doch jetzt brauchen die Emmericher nicht mehr den weiten Weg auf sich zu nehmen: Seit Mitte April steht Joyce Gerritsen mit ihrem „Enjoy-Snackservice“ auf den Märkten in Emmerich und Elten – mit Spezialitäten rund um Pommes & Frikandel. „Ich lege Wert auf eine besonders gute Qualität“, sagt die 41-jährige Niederländerin. „Bei mir kommen alle Produkte, Zutaten und Gewürze aus den Niederlanden.“ Und sie legt Wert auf gutes Öl, benutzt „grünes Öl“ zum Frittieren, das bekömmlicher und magenfreundlicher ist als herkömmliches.

Joyce Gerritsen wohnt in Herwen, einem kleinen Ort etwa zwei Kilometer hinter Elten. Sie arbeitete im Gastronomiebereich, war auch in Imbiss-Buden in Zevenaar und Didam beschäftigt. Dort wunderte sie sich über die vielen deutschen Kunden, die den Weg über die Grenze auf sich nahmen, um „echte holländische Pommes mit Fritessauce“ zu essen. Dazu fragten sie nach der „Frikandel“ – was in den Niederlanden eine lange Fleischrolle ist, die mit Zwiebeln, Majo und Ketchup zu einer „Frikandel spezial“ wird. Oder auch nach Bitterballen, Kroketten und „Gehaktballen“, die in Deutschland als Frikadellen bezeichnet werden. „Viele erzählten mir, dass sie die niederländischen Produkte besonders lecker finden“, erzählt Joyce Gerritsen. Das brachte sie auf die Idee, einen mobilen Snackstand zu eröffnen. 2015 machte sie sich damit selbstständig und hatte Erfolg. „Was als Hobby begann, ist mittlerweile ein Full-Time-Job.“ Da ist sie nach einem Kirmestag schon mal um drei Uhr nachts zuhause und muss am nächsten Tag bereits um acht Uhr wieder aufstehen. Seit rund zwei Jahren ist ihre 21-jährige Tochter Kim als tatkräftige Unterstützung dabei.

Während der Woche hat sie feste Abende in kleinen niederländischen Orten, so steht sie am Dienstag in Spijk, am Mittwoch in Loo bei Duiven, am Donnerstag in Groessen und am Freitag in ihrem Heimatort Herwen, jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr. „Gerade in kleinen Dörfern halten sich keine festen Imbiss-Buden. Da freuen sich dann die Leute, wenn wir einmal in der Woche kommen“, hat sie festgestellt.

Am Mittwoch und am Samstag bietet sie die „Holländischen Pommes und Snacks“ auf dem Emmericher Wochenmarkt an, am Freitag auf dem Markt in Elten – jeweils von 10.30 bis 13.30 Uhr. Aber so ganz genau nehmen es die Gerritsens nicht mit den Schließzeiten. „Wir haben so lange offen, bis alle satt sind“, schmunzelt die Geschäftsfrau, die die Saucen, wie beispielsweise die Jägersoße, selbst herstellt. Zur „Frikandel spezial“ gibt es leckere Currysoße, im Angebot sind unter anderem auch Bami- und Nasischeiben, Hühnersticks, Hamburger im Brötchen, Knackwurst und die – natürlich selbstgemachten – Hackfleischfrikadellen.

Gerne nehmen die Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung, aber auch Arbeiter, Handwerker und Marktbesucher das Angebot an. „Es werden immer mehr“, freut sich Joyce Gerritsen. Einige essen ihre Pommes & Co. gleich an den Stehtischen und der kleinen Biertischgarnitur – gerade bei schönem Wetter – andere lassen sich ihr Mittagessen einpacken. Am beliebtesten sind Pommes und Frikandel – da hat man schon für fünf Euro eine vollständige Mahlzeit, einschließlich Getränk. Für Gewerbetreibende mit Großbestellungen gibt es auch Rabatte.

Auch auf Veranstaltungen und Privatfeiern steht sie mit ihrem mobilen Imbiss-Wagen und verkauft die Köstlichkeiten. Trotz der vielen Arbeit hat sie den Schritt in die Selbstständigkeit nie bereut. „Ich freue mich, dass es den Leuten so gut schmeckt“, sagt Joyce Gerritsen.

Mehr von RP ONLINE