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Emmerich: Slütter: Schützen beraten nicht-öffentlich

Emmerich : Slütter: Schützen beraten nicht-öffentlich

Der Vorstand der Bruderschaft legt Freitag den Mitgliedern ein Konzept für den Kauf des Hauses vor.

Am Freitag, 22. Januar, findet um 19.30 Uhr eine außerordentliche Versammlung der St. Antoniusschützenbruderschaft Vrasselt statt. Die Versammlung wird in der Traditionsgaststätte Slütter unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten. Die Tagesordnung hängt im Schankraum aus.

Seit April wird die Traditionsgaststätte Slütter durch den Schützenverein betrieben. Der Verein hat seit dieser Zeit Veranstaltungen wie z.B. Maifeier, Schützenfest oder Kinderschützenfest eigenverantwortlich durchgeführt und somit bewiesen, dass eine Eigenbewirtschaftung durch den Verein möglich ist. Der Vorstand wird ein Konzept zum Erwerb der Immobilie vorstellen.

Wie berichtet, wollte die Besitzerin Elisabeth Slütter die Gaststätte verkaufen. Dort feiern die Schützen ihre Feste, neben der Gaststätte wurde ein Schießstand gebaut. Fast einstimmig waren die Mitglieder auf einer Versammlung im Februar des vergangenen Jahres dafür, dass der Vorstand sich um den Erwerb des Hauses kümmern sollte.

"Ein Rückbau des Schießstandes bei Nichtkauf hätte 40 000 Euro gekostet, das hätte jedes Mitglied mit etwa 150 Euro mitinvestieren müssen", so Brudermeister Jürgen Arts damals. Außerdem stand bereits vor einem Jahr die Frage im Raum, wo man denn feiern soll, wenn Slütter nicht mehr da ist. "Auch beim Kauf werden die Schützen finanziell helfen müssen, aber das ist eine Investition in die Zukunft, während der Zuschuss beim Nichtkauf eine Investition in die Vergangenheit ist", so der Brudermeister.

Im August des vergangenen Jahres erklärten die Schützen, dass auch die Kaufverhandlungen sehr harmonisch abliefen, denn die Besitzerin begrüßt es sehr, dass das Haus Slütter in die Hände der St. Antoniusschützen kommt. Der Entwurf des Kaufvertrages habe sich nur deshalb verzögert, weil noch einige Rechte zu klären waren, hieß es im Sommer. "Beispielsweise gab es keine Darstellung des Kanalverlaufs, das musste dann von einer Spezialfirma gemacht werden", erklärte damals Ralf Rempe, der den Verein anwaltlich vertritt. Doch die Details seien geklärt, den Anwälten beider Seiten liege der Vertrag vor. "In absehbarer Zeit", so die Ankündigung aus August, werde eine Versammlung stattfinden, in der das Konzept samt Kaufvertrag und Finanzierung den Mitgliedern vorgestellt und zur Abstimmung vorgelegt wird.

Dann muss auch die Satzung geändert werden.

(RP)