Sitzungskarneval in Emmerich 2018: Narren in Vrasselt legen los

Start in den Sitzungskarneval: Narren in Vrasselt außer Rand und Band

Mit einem tollen Programm unter dem Motto "Rummelplatz beim VCK - alles dreht sich, ist doch klar!" startete der VCK am Samstag im ausverkauften Saal Slütter in den Sitzungskarneval. Und der hatte es in sich.

Neben spektakulären Tänzen, spritzigen Büttenreden und mitreißenden Musikvorträgen sorgten auch die emotionalen Momente für Begeisterung. "Ich bedanke mich bei meinem Super-Team", sagte VCK-Präsident Simon Terhorst, der gemeinsam mit den Vize Olivia Strupp und Karlo Rempe durch die Sitzung führte.

Dabei hatte am Vorabend die Nachricht vom krankheitsbedingten Ausfall der Live-Band Sunset noch für Probleme gesorgt. Die Narren mussten improvisieren. "Wir hatten unser VCK-Lied nicht auf Band, das hat dann Marcel Janßen in seinem privaten Tonstudio schnell noch gemacht", erklärte Terhorst. Gemeinsam mit den Tontechnikern Marco Kühnen, Oliver Heuss und Christian Malik lieferten die Karnevalisten aus den Südstaaten eine Super-Show ab. Simon bekam ein glitzerndes Helene-Fischer-Mikro in die Hand gedrückt und sang in blonder Perücke "Atemlos".

Marcel Janßen startete als niederländischer Nachbar Wim van Scharendijk mit seinen Sprachproblemen einen Angriff auf die Lachmuskeln, ebenso wie "Lehrer" Torben Böcker, der als Büttenredner zum ersten Mal solo auf der Bühne stand. Einen schmissigen Marschtanz zeigten die Mädels vom VCK Rot-Weiß, die Lollypops tanzten gekonnt zu einem Medley aus Kölschen Liedern. Vanessa Böhlke, Sebastian Brömmel und Christian Schuldt wurden für ihre elfjährige Mitgliedschaft beim VCK geehrt. Nach 23 Jahren als aktiver Karnevalist verabschiedete sich Hermann-Josef Böcker.

Zum letzten Mal standen Max und Moritz - Stephan Benning und Michael Janßen, der insgesamt 33 Jahre aktiv war - auf der Bühne. 21 Jahre lang hatten sie mit ihren Späßen aus dem Dorfgeschehen die Zuhörer begeistert. "Unvergessen soll es bleiben, dieses lustige, bunte Treiben", reimten sie zum Abschied. "Schade", war vielfach im Publikum zu hören, als die Beiden mit kräftigem Applaus, dem Song "Niemals geht man so ganz" und einer Rakete verabschiedet wurden.

  • Emmerich : Tolles Programm und beste Stimmung im Saal Slütter

Prinzenpaar Harald I. und Manuela I. und die Garde sorgten mit Gardelied und Gardetanz für das nächste Highlight. Mit "Oh wie ist das schön"-Gesängen bedankten sich die Zuschauer.

Als Geschenk bekamen sie die ersten beiden Karten für die Veranstaltung "Jeck im Saal", die am 31. Oktober mit lokalen Bands, unter anderem "Dörmakar", bei Slütter stattfindet. Die Gruppe "Jecke Tööön" sorgte mit selbst getexteten Liedern für Super-Stimmung, bevor Waltraud im Zebrakleid (Claudia Brinkmann) und Mariechen im Blümchenoutfit (Bärbel Klümpner) herrlich aneinander vorbeiredeten, was im Publikum zu brüllendem Gelächter führte.

Der Saal bebte: Beim Auftritt der Gruppe "Dörmakar" zog eine Polonäse durch die Tischreihen. "Jetzt geht's los, wir sind nicht mehr aufzuhalten", Kölsche Lieder, "Dorfkindmomente", das kultige "Erdbeermarmeladenlied" und ein Geburtstagsständchen für Tontechniker Manuel "Manolo" Langer sang das Narrenvolk lauthals mit. Mit einer Scooterfahrt auf Bobbycars, einer Verlosung und einem mitreißenden Showtanz von Funky Geckos und VCK Rot-Weiß endete das fünfstündige Feuerwerk.

(RP)