Emmerich: Sitzung der Gesellenfunker wird in Erinnerung bleiben

Emmerich : Sitzung der Gesellenfunker wird in Erinnerung bleiben

Tim Polman mit gutem Debüt als Sitzungspräsident

Die grandiose 97. Sitzung der Gesellenfunker am Samstag im Saal Kapaunenberg wird nicht nur Tim Polman in bester Erinnerung bleiben. Der feierte sein Debüt als Sitzungspräsident und gab zu: "Mir geht so richtig die Düse und ich zittere ein wenig." Doch mit Witz und lustigen Sprüchen meisterte er seine Aufgabe sympathisch und souverän.

Schon vor Beginn der Sitzung, und auch mittendrin sorgten die "Jungs vom Bölt" mit Kölschen Liedern für beste Stimmung. Unterstützt wurden die sechs Herren von der jungen Geigerin Kay Wanders. "Hier geht's jetzt los", luden musikalisch die stimmgewaltigen Damen der Gruppe "KatS", die später im Programm Songs der Neuen Deutschen Welle zum Besten gaben, zum Mitsingen ein.

Zur Musik der 90er Jahre präsentierte die Tanzgarde Blau-Weiß einen zackigen Marschtanz, bevor Nachwuchsbüttenredner Jan Niklas Brockmann aus seinem Schülerleben berichtete, sich dann rasant in einen Feuerwehrmann "verwandelte" und von seinem Hobby weiter erzählte. "Büttenredner sollten als 'aussterbende Spezies' anerkannt werden, weil sie immer rarer werden", meinte Moderator Polman. Ohne sie würde im Karneval etwas fehlen. Viel Spaß machten auch die Vorträge der beiden Kult-Redner Hans-Werner Mumbeck und "Dummschwätzer" Christoph Heiting. Während "Skihase" Mumbeck - mit dem traditionellen Beginn 'Et fing alles damit an' und in gebückter Haltung - von seinen Abenteuern als Animateur im Hasenkostüm berichtete, sorgte Heiting mit Witzen über Krisen, Kindererziehung, Männer und Frauen für viele Lacher.

Zum Mitsingen und Mitklatschen animierte die "Kolping Familiy" das Publikum. Die Lieder "Wolkeplatz", "Alle Gläser hoch" und "Leev Marie" - live gesungen - hielten keinen mehr auf seinem Stuhl. Der Saal kochte auch bei den tollen Tanzdarbietungen. Die Nachwuchsgruppe "Move it" entführte die Zuschauer in die magische Welt der Zauberei, die gestandenen Herren des St.-Pauli-Balletts in die Flower-Power-Zeit der 70er-Jahre und bei der Tanzgarde Blau-Weiß hieß es "Manege frei". Eine Darbietung auf höchstem Niveau bot die Gruppe "No Limit" mit ihrem "Dongsi Dängsi"-Tanz, eine Reise in die Vergangenheit, zurück zu den erfolgreichen Tanzfilmen wie Dirty Dancing.

Mit allen Aktiven auf der Bühne und einem Luftballonregen endete um kurz vor Mitternacht eine unterhaltsame Show mit vielen brillanten Auftritten.

(moha)
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