Feuerwehr Emmerich Havarie und Unfälle: Feuerwehr im Dauereinsatz

EMMERICH · Von Freitag bis Samstag hielten zahlreiche Einsätze die Emmericher Wehr auf Trab. Einen Großeinsatz gab es im Zollhafen, wo ein Frachtschiff zu sinken drohte.

Ein Frachtschiff drohte am Freitagabend im Emmericher Zollhafen zu sinken.

Ein Frachtschiff drohte am Freitagabend im Emmericher Zollhafen zu sinken.

Foto: Feuerwehr Emmerich

Am Freitag war die Emmericher Feuerwehr im Stresstest: Erst am Samstagnachmittag endete die Reihe der Einsätze, deren Höhepunkt in einer Havarie im Zollhafen gipfelte. Dorthin war das Feuerlöschboot gegen 20.45 Uhr alarmiert worden, nachdem ein Frachtschiff Wasser genommen und zu sinken drohte. Die Feuerwehr setzte mehrere Pumpen ein, um das Schiff zu sichern. Gleichzeitig wurden Maßnahmen vorbereitet, falls das Schiff doch untergehen würde.

Im Einsatz waren zu Spitzenzeiten knapp 80 Kräfte der Feuerwehr Emmerich am Rhein mit allen Einheiten und Unterstützung der Feuerwehr aus Rees. Erst am Samstagmorgen konnte ein Taucher die Leckage ausfindig machen und schließen. Der Einsatz endete für die Feuerwehr am Samstag um 14 Uhr.

 Bei einem Unfall an der Weseler Straße waren zwei Fahrzeuginsassen in ihrem Pkw eingeklemmt worden.

Bei einem Unfall an der Weseler Straße waren zwei Fahrzeuginsassen in ihrem Pkw eingeklemmt worden.

Foto: Feuerwehr Emmerich

Jede Menge zu tun gab es fast genau 24 Stunden zuvor, als gegen 14.45 Uhr ein Lkw auf der Netterdenschen Straße von der Fahrbahn abgekommen war. Der Fahrer konnte das Fahrzeug selber verlassen und wurde nicht verletzt. Die Feuerwehr fing auslaufende Flüssigkeiten auf. Zusätzlich zur Polizei und dem Rettungsdienst waren auch das Ordnungsamt sowie die Umweltschutzbehörde an der Einsatzstelle. Nachdem keine weiteren Flüssigkeiten ausliefen konnte der LÖschzug Stadt nach knapp zwei Stunden die Einsatzstelle verlassen.

Der Lkw war mit 27 Tonnen Weingummi beladen auf dem Weg nach Polen. Bevor der Lastwagen am Samstagmorgen geborgen werden konnte, mussten viele fleißige Helfer den Sattelschlepper entladen. Laut Polizei war die Fahrbahn auch am Samstagmorgen noch gesperrt, da der Streckenabschnitt stark beschädigt wurde und gesichert werden musste. Noch als die Feuerwehr an der Netterdenschen Straße im Einsatz war, wurde der Löschzug Elten gleich zweimal zu einer Person hinter verschlossenen Türe auf die Autobahnraststätte Hohe Heide alarmiert. Jedes Mal war eine Person in einer Räumlichkeit eingeschlossen. Die Türe konnte mit einem Brechwerkzeug geöffnet und die Person befreit werden.

Am Abend fuhr die Einheit Stadt dann zu ihrer turnusmäßigen Übung. Auf dem Weg dorthin wurden die Feuerwehrleute Zeugen eines Verkehrsunfalls auf der Weseler Straße infolgedessen zwei Personen in ihrem Pkw eingeschlossen wurden. Die Feuerwehr sicherte den Pkw und konnte beide Fahrzeuginsassen nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst schonend aus dem Fahrzeug befreien.

Den Beginn des Einsatztages machten zwei ausgelösten Brandmeldeanlagen, zu denen die Einheit Stadt ausrückte. Am Vormittag hatte die erste Anlage auf der Beiersdorfstraße durch Bauarbeiten ausgelöst. Diesem Fehlalarm folgte gegen 14 Uhr ein weiterer auf der Budberger Straße. Bei beiden mussten die Feuerwehr nicht tätig werden.