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Emmerich: Silberhochzeit auf die ganz andere Art

Emmerich : Silberhochzeit auf die ganz andere Art

Dagmar und Andreas Kroh feierten mit Sydney Youngblood, Tom Barcal und Jürgen Peter im Rheingold-Heim.

Samstagnachmittag am Stadion: Die Fußball-Jugend spielt auf dem Platz nahe des Rheingold-Heims. Noch ist nichts zu spüren von der abendlichen Glamour-Atmosphäre, die dort erwartet wird. Noch ist der rote Teppich nicht ausgerollt. Noch zwitschern die Vögel am Nachmittag und verkünden Frühlingsgefühle.

Nach und nach treffen im Hotel Stadt Emmerich an der Bahnhofstraße zu diesem Zeitpunkt Gäste ein, die man aus vergangenen Jahrzehnten der TV-Geschichte und aus den Radio-Charts kennt. Während die geladenen Gäste, immerhin 70, aufgebrezelt in feinem Zwirn ab 19 Uhr am Rheingold-Heim eintreffen, herrscht Blitzlichtgewitter.

Langsam beschreiten Frau und Mann in festlicher Abendgarderobe den Teppich, der ins Innere des Heims führt. Schicke silberfarbenen Kerzenständer, ausgefallene Deko lassen erahnen, dass dort Großes gefeiert wird. Die Silberhochzeit von Dagmar (Daggi) und Andreas (Andi) Kroh war angesagt. Die sollte anders ausfallen als die sonst vielleicht üblichen Feiern zum 25. Ehejubiläum. Wie der Zufall es will, trafen die beiden vor einem Jahr bei einer Fashion-Party von Düsseldorfs Hemden-Lifestyle-Spezialist Giorgio Capone auf Tom Barcal. Der einstige Star der RTL-Seifenoper "Alles was zählt" und Schauspieler in "Lindenstraße" und "Alarm für Cobra 11" schloss Daggi und Andi direkt in sein Herz. Tom Barcal war der Liebling Daggis verstorbener Mutter. Klar, dass es für ihn Ehrensache war, etwas für die Party des in Hüthum lebenden Paares auf die Beine zu stellen.

Zunächst noch streng geheim, doch dann wurde Dagmar eingeweiht. "Frauen kriegen ja eh alles raus", erklärt Tom Barcal augenzwinkernd. Während sich im Inneren Schlagersänger "Mr. Mary Jane" Jürgen Peter, Silvester Stallone-Imitator Danko Caberica und die deutsche Antwort auf den Terminator namens Volker Stellmacher (beide von den "German Expendables") und Giorgio-Capone-Chef Daniel Krauss unter die Gäste mischten, fährt ein dunkler Schlitten vor. In der Dunkelheit im Regen zwischen Parkplatz-Pfützen steigt im schneeweißen Anzug Sydney Youngblood aus. Schnell ein Gläschen Sekt zum Stimmeölen und um 21.30 Uhr ist der aus den 1980er und 1990er Jahren bekannte Soul-Sänger live zu hören. Bei seiner Version des "Ain't no Sunshine"-Klassikers, in der auch zur Querflöte griff, füllte sich schnell die Tanzfläche. So behielt Gastgeber Andreas Kroh recht. Hatte er doch zu Beginn des Glamour-Abends verkündet: "Ich möchte, dass getanzt wird und ihr mit Blasen an den Füßen nach Hause geht."

(DK)