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Emmerich: "Sehr zufrieden mit Kreditgeschäft"

Emmerich : "Sehr zufrieden mit Kreditgeschäft"

Volksbank hat Personal reduziert und legt Filialen in Isselburg zusammen. Aber: "Keine Schließungen beabsichtigt."

Mit einer Bilanzsumme von 790 Millionen Euro im Jahr 2017 - das ist eine Steigerung von 50 Millionen oder 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr - steht die Volksbank Emmerich-Rees eG gut dar. "Es war trotz der schwierigen Zeit für Banken für uns ein gutes Jahr", sagte Volksbank-Vorstand Holger Zitter, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Ralf van Bruck am Dienstag zu einer Bilanz-Pressekonferenz einlud.

Einzige "Wermutstropfen" waren die Reduzierung des Personals um 15 bis 20 Mitarbeiter und die aus Effizienzgründen geplante Zusammenlegung der beiden Isselburger Filialen zu einer neuen, die aber keine Personalreduzierung nach sich ziehen wird. Diese Filiale soll im Neubaugebiet in Anholt entstehen.

1167 neue Mitglieder konnte die Volksbank in 2017 dazugewinnen, somit liegt die Zahl bei 22.121. Der demografische Wandel koste Kundschaft, man hoffe, diesen mit Kunden, die eventuell die Bank wechseln wollen, ausgleichen zu können.

Das Kundenwertvolumen, das sich im Wesentlichen aus dem Kreditgeschäft zusammensetzt, betrug 1404 Millionen Euro, das bedeutet ein Wachstum von 65 Millionen Euro.

"Mit dem Kreditgeschäft sind wir sehr zufrieden, für 2016 haben wir im letzten Jahr den ersten Platz für Fördermittel belegt", sagte Holger Zitter. 239 Anträge auf öffentliche Förderkreditmittel mit einem Volumen von 16,8 Millionen Euro wurden gestellt. 2017 war ebenfalls erfolgreich, auch wenn es einen leichten Rückgang im Bereich Fördermittel gab. Im letzten Jahr habe man Negativzinsen ab 100.000 Euro eingeführt, das habe dazu geführt, dass zum Ende des Jahres vermehrt wieder in längerfristige Anlagen investiert wurde. Hier zeige sich, wie wichtig Beratung vor Ort sei, sagte Ralf van Bruck.

Die genossenschaftliche Ausschüttung, die daran gekoppelt ist, wie intensiv die Kunden die Angebote der Volksbank nutzen, zeigt eine zehnprozentige Steigerung. "Hier punkten wir mit unserem breit gefächerten Angebot und der Kundennähe", sagte Zitter. Die Dividende beträgt wie im Vorjahr 15 Prozent, das bedeutet eine Ausschüttung bis zu 105 Euro.

Die gute Ertragslage - das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt bei 8,9 Millionen Euro - sei die Grundlage für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit, so der Voba-Vorstand. Da hochverzinsliche Kreditverträge auslaufen, gehe der Zinsüberschuss - er betrug 18,7 Millionen Euro - um 400.00 bis 500.000 Euro zurück. Das müsse durch den Provisionsüberschuss, der in 2017 insgesamt 5,4 Millionen Euro betrug, aufgefangen werden. "Die Beratung vor Ort nach einer DIN-Norm gibt eine gute Darstellung und eine objektive Analyse der Bedarfe", so Zitter.

Auf der anderen Seite müsse man Kosten sparen. Der Personalaufwand wurde durch die Personalreduzierung - die Volksbank beschäftigt jetzt insgesamt rund 180 Mitarbeiter - von über zehn Millionen auf 9,5 Millionen reduziert.

Auch der Servicebereich wurde zurückgebaut. "Wir können zwar nicht mehr alle individuellen Dienstleistungen anbieten, aber die Geschäftsstellen bleiben erhalten, auch als Ort für die jährlichen Beratungen."

"Unsere Volksbank zeigt eine gute Rentabilität, deshalb werden wir im Geschäftsgebiet Emmerich und Rees keine Filialen schließen müssen", betonte Zitter.

(moha)