Rees: Segel-Marathon: Ziel in Rees ist erreicht

Rees : Segel-Marathon: Ziel in Rees ist erreicht

Es war ein prachtvolles Schauspiel, als am Pfingstmontag etwa 130 Segelschiffe an der Rheinpromenade vorbeisegelten. Sie waren Teilnehmer der längsten Fluss-Segelregatta Europas, die alljährlich im Rahmen der Rheinwoche am Pfingstwochenende stattfindet.

Gestartet wurde am Pfingstsamstag in Köln-Porz. In drei Etappen segelten die Schiffe die rund 160 Kilometer bis Rees, wo der Zieleinlauf stattfand. Die Rheinpromenade war voller Besucher, die sich - ausgerüstet mit Fernglas, Fotoapparat und Gartenstühlen - das tolle Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Auch Bürgermeister Christoph Gerwers stand in der Menge.

Roland Giller, Landesjugendreferent NRW, und Martin Eckert, Vorsitzender des Segelclubs Grafenwald, der im Reeser Yachthafen "Mahnensee" ansässig ist, lobten die Organisation: "Super Wetter, super Wind und auch sonst haben die Organisatoren das erstklassig hinbekommen." Fachkundig erklärten sie die verschiedenen Klassen - von modernen Yachten aus Karbon mit Masthöhen von bis zu 12,5 Metern bis hin zu "Oldtimern" wie der 80 Jahre alte hölzerne Schärenkreuzer des Teilnehmers Helge von der Linden aus Düsseldorf.

Vereinzelnd gab es auch Zuschauer auf der Rheinbrücke, die den Wettkampf um das blaue Band für das schnellste Schiff auf der Gesamtstrecke beobachteten. Gleichzeitig wurden die "Europa-Meisterschaft der Sprinter-Sport" und die "Westdeutsche Meisterschaft der H-Boote" ausgetragen. Gestartet wurde in 15 verschiedenen Wertungsklassen. Im Yachthafen hatten die Leute alle Hände voll zu tun, denn dort wurden die Schiffe aus dem Wasser geholt, entweder geslippt oder gekrant. Dafür stand ein mobiler Kran mit 60 Meter Auslage zur Verfügung. Die Planung für das nächste Jahr läuft. Dann geht es an Rees vorbei. Zielort könnte Emmerich sein.

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