Isselburg: Schwierige Routenplanung für Isselburger Schüler

Isselburg : Schwierige Routenplanung für Isselburger Schüler

Für Schüler aus Heelden und Vehlingen, die nach Anholt müssen, gibt es keinen adäquaten Bustransfer.

Die Grundschule Heelden ist Geschichte. Nichtsdestotrotz gibt es dort weiterhin Jungen und Mädchen, die eine Grundschule besuchen. Vermehrt haben sich seit der Bildung des Grundschulverbunds Isselschule Eltern aus Heelden, aber auch aus Vehlingen, für die Grundschule Anholt als Lernort für ihre Kinder entschieden.

Auf die Routen der Schulbusse hat sich die veränderte Situation aber noch nicht ausgewirkt. Daher hat die CDU die Schülerbeförderung zum Thema im zuständigen Fachausschuss gemacht. Denn einige Eltern haben sich an Politik und Stadtverwaltung mit der Bitte gewandt, Busse von Heelden und Vehlingen über Anholt fahren zu lassen.

Zurzeit fährt der von Heelden über Vehlingen kommende Bus über die Pferdehorster Straße zur Verbundschule. Dort trifft dieser Bus auf zwei weitere Busse, aus denen Kinder zusteigen, und fährt weiter zur Isselschule und über Herzebocholt nach Werth. Würde dieser Bus nicht die Pferdehorster Straße befahren, sondern den Weg über Anholt nehmen, könnten die Anschlussbusse an der Verbundschule nicht rechtzeitig erreicht werden.

Die Alternative der früheren Abfahrtzeit ab Heelden kommt nicht in Betracht. Die Umleitung über die Pferdehorster Straße war eine der von den Eltern der Beförderungskinder gewünschte Abkürzung, damit die Fahrzeit verringert wird. "Es ist eine Ochsentour, wenn die Kinder eine Stunde im Bus sitzen müssen", sieht auch CDU-Fraktionschef Frank Häusler hier keine Möglichkeit einer Änderung.

Als Alternative kommt eine Mitbenutzung eines Kleinbusses mit 16 Sitzenplätzen in Betracht, der derzeit Kinder aus dem Bereich Dwarsefeld zur Grundschule Anholt bringt. In diesem Kleinbus gibt es noch zwölf freie Sitzplätze. Bei einer Elternbefragung wurde festgestellt, dass bei fünf von elf Kindern aus Heelden/Vehlingen ein Interesse an einer Routenänderung des Kleinbusses besteht. Dabei würde es sich aber um Zusatzfahrten handeln, die laut Vertrag mit dem Busunternehmen von Mulert mit drei Euro pro Besetztkilometer abgerechnet werden - jährliche Mehrkosten von mindestens 10. 000 Euro.

Die Verwaltung erhielt nun von der Politik Prüfaufträge, unter anderem ob die Errichtung einer Route Heelden-Vehlingen-Anholt ohne Dwarsefeld möglich ist. Zudem soll geklärt werden, ob die Kinder aus dem Dwarsefeld dann mit dem Taxi zur Schule gebracht werden können.

(tt)
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