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Rees: Schule vor dem Umbruch

Rees : Schule vor dem Umbruch

Auch an Rees geht der demographische Wandel nicht vorbei. Um auch für die Zukunft alle Schulformen und Standorte anbieten zu können, ist an der Hauptschule eine Verbundlösung im Gespräch, die Schule in Mehr könnte mit Haldern fusionieren.

Zunächst gab es mal ein dickes Lob von Tilmann Bieber: "Das Schulsystem in Rees ist intakt, das ist inzwischen selten geworden", sagte der Mitarbeiter der Firma komplan, die den Schulentwicklungsplan für die Stadt erstellt hat. Das Bestehen aller Schulstandorte sei mittelfristig gesichert. Allerdings zeigte er zwei Punkte auf, die Rees im Auge haben sollte.

Einmal die Grundschule Mehr bei der es eine Entwicklung hin zu einer Einzügigkeit gebe. 2015 sei hier nur noch mit 15 I-Dötzchen zu rechnen. Er regte daher an, sich bereits jetzt Gedanken darüber zu machen, die Schule organisatorisch aufzulösen und mit Haldern zusammen zu legen. "Das würde auf lange Sicht den Standort Mehr sichern." Ansonsten bestehe die Gefahr der Schließung. Das wolle niemand, betonte auch der Bürgermeister gestern in der Sitzung des Schulausschusses. "Es ist wichtig für die Orte und Haffen und Mehr, dass es dort auch eine Schule gibt. Gerade deshalb ist es wichtig, sich bereits jetzt Gedanken über Neuordnungen zu machen, damit wir nicht kalt erwischt werden." Konkret würde eine Fusion bedeuten, dass es nur noch ein Kollegium gibt, aber zwei Standorte.

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Genau im Auge will man auch die Entwicklung an der Hauptschule haben. Dort ist zwar aufgrund der prognostizierten Zahlen die Zweizügigkeit gesichert. "Aber bei der Hauptschule sind immer Überraschungen und ein geändertes Anmeldeverhalten möglich", sagte Bieber. Er regte an, bereits jetzt auch die Idee einer Verbundschule von Real- und Hauptschule im Kopf zu haben. Dann könne man schnell reagieren und werde nicht unvorbereitet erwischt. Ein Vorgehen, das auch die Politiker begrüßten. "Wir müssen bereits jetzt ein Auge auf die Schule haben und sollten uns nicht von den Zahlen blenden lassen", so Hans Beenen (SPD).

(RP/jul)