Emmerich : Sebastianer und Michaelschützen weiterhin gemeinsam

Die gemeinsame Maifeier und das gemeinsame Schützenfest im vergangenen Jahr waren Erfolge: Sowohl die St. Sebastian-Schützen als auch die St. Michael-Schützenbruderschaft waren voll des Lobes für die gelungenen Veranstaltungen.

So trafen sich am Freitag alle Schützen im Kapaunenberg zur ersten gemeinsamen Generalversammlung, um die letzten Fragen zum diesjährigen Schützenfest, das vom 10. bis zum 18. August stattfinden wird, zu klären. Jochen Spiertz, Brudermeister der Michaelschützen, und Thomas Reintjes, Direktor der Sebastianer, führten gemeinsam durch die Versammlung. Sie freuten sich über 95 Schützen, die trotz des warmen Wetters gekommen waren.

Thomas Reintjes stellte das Programm der Feier vor – für die Sebastianer das 168. und für die Michael-Schützen das 104. Schützenfest ihrer Geschichte. Am Freitag, 10. August, finden das Kinderkönig-, Jugendkönig- und Klompekönigschießen statt. Das Programm am Samstag beginnt um 18 Uhr mit dem Kirchgang in St. Aldegundis, danach findet ein Fackelzug statt und der „Große Zapfenstreich“ auf dem Alten Markt. Von da aus ziehen die Schützen zum Kapaunenberg und feiern den Schützenball.

Am Sonntag um 11 Uhr werden in der Matinee im Schützenhaus unter anderem die Jubilare geehrt, anschließend beginnt das Vogelschießen der St. Michael-Bruderschaft: Kopf und Flügel werden geschossen. Nach der Reveille am frühen Montagmorgen folgen das Antreten auf dem Geistmarkt, die Parade und der Festzug durch die Stadt. Um 14 Uhr geht das Vogelschießen der Michaelschützen weiter, zunächst auf Reichsapfel und Zepter, dann um die Königswürde.

Im letzten Jahr gab es keine Königsbewerber, doch in diesem Jahr hoffen die Michaelschützen auf eine neue Majestät. Danach folgt das Vogelschießen der Sebastian-Schützen, gegen 17 Uhr soll das Schießen um die Königswürde beginnen. Wer wird Nachfolger von Heidi und Harald Bruins? Am Samstag, 18. August, findet der Königsball statt.

„Wir benötigen noch Ordner, die beim Umzug an einigen Punkten die Straße absperren, wie es von der Stadt aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben ist“, sagte Reintjes. Außerdem bat er darum, dass sich Schützen für den Ehrenzug beim Zapfenstreich beim Rittmeister Rainer Otten melden sollten.

Über die „Marscherleichterung“ wegen des heißen Wetters werde kurzfristig entschieden. „Für Samstag kommt die Info im Laufe des Freitags, für Montag bei der Matinee am Sonntag“, so Reintjes. Auch Gewehr und Säbel dürften dann zuhause bleiben. Dagegen sprach sich die Versammlung aus: In einer Abstimmung wollte die Mehrheit Gewehr und Säbel mitnehmen. „Das sieht einfach besser aus“, so die Resonanz.

Sein Zug habe sich etwas geärgert, weil man keine Snacks mehr selber mitbringen dürfe, sondern alles im Kapaunenberg kaufen müsse. Das sei im letzten Jahr noch anders gewesen, sagte ein Michaelschütze. „Der Pächter möchte natürlich Geld verdienen. Beim letzten Mal hatte er Süßigkeiten und Snacks besorgt, aber nicht viel verkauft“, sagte Reintjes. Es sei aber so, dass Knabbergebäck und Süßigkeiten weiterhin von den Schützen selbst mitgebracht werden dürfen, während Frikadellen und Würstchen vom Catering verkauft würden. „Bei besonderen Wünschen sprecht bitte den Pächter an. Auch wir werden im Vorstand das Thema noch einmal besprechen. Es sollen sich hier alle wohl fühlen“, sagte Thomas Reintjes.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ berichtete der stellvertretende Direktor Martin Stevens über das Crowdfunding-Projekt zur Sanierung der WC-Anlagen, um das er sich federführend kümmert. „Bis heute sind 76.308 Euro eingegangen“, sagte er. Etwa 80 Einzelpersonen, Firmen und Vereine haben das Projekt unterstützt. Rund 45.000 Euro wurden durch die eigene Bruderschaft gesammelt. „Das ist ein starkes Signal für alle Außenstehenden. Wir scheuen keine Kosten und Mühen, um unser Schützenhaus für die Zukunft zu erhalten“, sagte Stevens. Er bedankte sich besonders bei der Stadt für die 10.000-Euro-Spende, bei der St. Michael-Bruderschaft und den Borussia-Schützen und bei den Karnevalsvereinen, die den Saal für ihre Sitzungen nutzen und das Projekt unterstützten.