Rees: Schülerzahlen im grünen Bereich

Rees : Schülerzahlen im grünen Bereich

Bis 2022 sind die Reeser Schulstandorte sicher. Eine Gutachterin lobte den guten Zustand der Schulgebäude.

Die gute Nachricht vorab: Sämtliche Schulstandorte auf Reeser Stadtgebiet sind sicher, die zu erwartenden Schülerzahlen liegen im grünen Bereich. Darüber informierte Elke Bruckner von der Münsteraner Beratungsfirma Gebit die Mitglieder des Schulausschusses. Der hatte sich auf seiner jüngsten Sitzung unter anderem mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans bis 2022 beschäftigt.

Foto: Stadt Rees

Rees hatte Gebit mit der Erstellung des Planes beauftragt, der sich unter anderem mit den zu erwartenden Schülerzahlen an Grundschulen, Hauptschule, Realschule und Gymnasium, sowie mit den Betreuungsangeboten und den vorhandenen Räumlichkeiten in den letzten Monaten befasst hat. Der letzte Plan ist 2016 ausgelaufen.

Regelrecht begeistert äußerte sich Bruckner, die sich die Schulen vorab mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Lehrern und Elternvertretern intensiv angeschaut hatte, über den "hervorragenden baulichen Zustand aller Schulgebäude. Da muss ich Rees ein Kompliment machen", meinte die Fachfrau, die, wie sie sagte, "so etwas nur ganz selten sieht". Überhaupt sei auch die Zusammenarbeit von Schule und Stadt offensichtlich sehr gut und vertrauensvoll.

Zwar könne man natürlich nicht exakt vorhersagen, wie sich die Schülerzahlen bis 2022 entwickeln werden, auch wegen der Zu- und Abwanderung von Menschen, der Inklusion und des Schulwahl-Verhaltens. "Die Standorte sind aber alle sicher", betonte Bruckner.

Trotz leicht zurückgehender Schülerzahlen habe Rees eine stabile Grundschul-Landschaft. Einzelne Schulen werden künftig teilweise wohl kleinere Eingangsklassen bilden, weshalb der Schulträger da steuernd eingreifen müsse. In allen Grundschulen gebe es Raumreserven, falls mehr Nachfrage nach Betreuung eintreten sollte.

Falls die Schülerzahlen am Teilstandort der Lindenschule in Mehr in den kommenden Jahren nicht mehr ausreichend sein sollten, sagte Bruckner, müsste man hier wie in der 1. und 2. Klasse schon praktiziert auch in den Klassen 3 und 4 jahrgangsübergreifend unterrichten. Bruckner: "Damit kann dann auch weiterhin ein einzügiger Standort erhalten bleiben." Was die Realschule betrifft, erwartet Gebit auch künftig vier bis fünf Eingangsklassen. Die Versorgung mit Klassen- und Fachräumen für die erwarteten 27 Klassen sei ausreichend. Gleiches gelte für die Rheinschule. Auch hier sei künftig davon auszugehen, dass die Zahl der Schüler(innen) ab dem 6. Jahrgang ansteigt und zusätzliche Klassen gebildet werden müssten. Fürs Gymnasium gilt ebenfalls: Der Standort ist auch in Zukunft gesichert. "Es gibt keinerlei Hinweise, dass das dreigliedrige Schulsystem in Rees durch neue Schulformen wie Gesamt- oder Sekundarschule ersetzt werden sollte", stellte Elke Bruckner im Schulausschuss fest.

(rey)
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