Schüler der Gesamtschule Emmerich stellen Kunst in Schaufenstern aus

Schule : Schüler gestalten Schaufenster

Die Emmericher Wirtschaftsförderung macht’s möglich: In einem Schaufenster an der Hühnerstraße, gleich gegenüber von Thesing Schuhmode, stellen Schüler Kunstwerke aus.

(meko) In einem Schaufenster an der Hühnerstraße, gleich gegenüber von Thesing Schuhmode, stellen Schüler der Gesamtschule Kunstwerke aus. So werden jugendliche Interessen in den öffentlichen Raum gebracht und leer stehende Ladenlokale bekommen einen neuen Zweck.

Die Schüler wünschten sich, dass die Stadt sich mehr mit ihnen und ihren Anliegen beschäftigen möge, blickt Verena van Niersen von der Wirtschaftsförderung zurück. Im Rahmen des Projekts „Jugend trifft Verwaltung“ sei dann die Idee entstanden, das, was die Schüler produzieren, im Leerstand auszustellen.

Als erster lokaler Einzelhändler ist Elisabeth Wolbring vom erwähnten Schuhgeschäft dabei. Das nun verwendete Schaufenster gehört ihr zwar nicht, allerdings nutzt sie es, um ihre Produkte auszustellen. Die sind nun allerdings in den Hintergrund gerückt, denn die Schülerkunst fällt auf.

 Europa, Klimaschutz und Global Goals sind die lose vorgegebenen Oberthemen, zu denen die Siebt- und Achtklässler im Kunst- und Gesellschaftslehre-Unterricht kreativ werden durften. Über vier Wochen, in rund acht bis zehn Schulstunden, sind die Bilder entstanden, im Schaufenster sei nun ein „Best-Of“ zu sehen, erläutert Kunstlehrerin Gisela Hartmann. Allerdings sei das nicht die reine Umsetzungszeit. Einen großen Teil der Arbeit umfasse auch die eigenständige Recherche und Themenfindung.

Die Arbeiten verbindet neben den gemeinsamen Themen ein nicht zu verhehlendes politisches Ansinnen, sowie eindeutig dystopische Visionen. So haben sich etwa Ediraldo Andrade (13) und sein Projektpartner mit der Erderwärmung beschäftigt. Das Bild der beiden zeigt den Erdball mit bereits rötlich flammender Atmosphäre und die unerbittliche weitere Erhitzung in plakativem Rot. „Es soll zeigen, dass man mehr aufpassen muss“, erklärt der 13-Jährige.

Auch das Werk von Filip Gawlik (14) hat mit Klimaschutz zu tun. Auf einer großen Landkarte haben er und seine Projektpartner die Welt überschwemmt: Weiße Farbe, blaue Wellen, Wasserpflanzen und Schiffe machen die Botschaft klar, die zusätzlich noch einmal quer darüber gepinselt ist: „Hurra, die Welt geht unter!“ – ein Musikzitat.