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Schüler aus Rees, Portugal, Griechenland und Norwegen arbeiten an Projekt

Gymnasium Aspel : Schüler aus vier Ländern arbeiten zusammen

Der Reeser Gymnasiast Flemming Schenk berichtet von dem Projekt, das im Rahmen des Austauschprogramms von „Erasmus plus“ stattfand.

(RP) Am Gymnasium Aspel gab’s jetzt wieder internationalen Besuch: Jeweils sechs Schüler und Schülerinnen aus Norwegen, Portugal und Griechenland waren im Rahmen des Programms „Erasmus plus“ – eine Kooperation zwischen vier verschiedenen Schulen aus den teilnehmenden Ländern – nach Rees gekommen. Wie der Reeser Gymnasiast Flemming Schenk jetzt der RP schrieb, geht es bei dem dem Projekt nicht nur darum, den ausländischen Schülern das jeweilige Heimatland zu zeigen, sondern, auch um einen inhaltlichen Schwerpunkt: In Rees untersuchten die Schüler einen wirtschaftlichen Sektor, der Deutschland in der Vergangenheit sehr gefördert und europäische Kooperationen hervorgerufen hat, zu untersuchen. „Dem zu Folge haben wir uns für den Bergbau im Ruhrgebiet entschieden, da auch der Bergbau durch die Schließung der letzten Zeche ein immer noch sehr aktuelles Thema ist“, so Flemming Schenk.

Eigentlich hätte das Projekt am 9. Februar starten sollen, doch das Sturmtief „Sabine“ sorgte dafür, dass die norwegischen Schüler nicht wie geplant mit der Bahn, sondern erst einen Tag später mit einem Taxi anreisen konnten. Weil am Montag die Schule wegen des Sturms geschlossen war, konnte das Projekt erst am Dienstag mit einer Fahrt nach Essen zum Museum der Zeche Zollverein starten. Am Mittwoch wurde dann ganztägig an dem Projekt gearbeitet. Die Kleingruppen, denen verschiedene Unterthemen zugeordnet wurden, bereiteten die Präsentationen vor. Dazu gab es noch einen Vortrag von einem Dozenten der Universität Münster über die Migration zur Zeit des Bergbaus im Ruhrgebiet mit dem Schwerpunkt „binationale Ehen“. Am Donnerstag ging es zu einer Führung in den Landschaftspark Duisburg-Nord und danach ins Centro nach Oberhausen. „Am Abend sind wir dann mit allen 18 ausländischen Gästen und den 18 deutschen Schülern, die einen Gast aufgenommen haben, Essen gegangen.“, berichtet Flemming Schenk. Ein Abschlussessen, denn schon am Freitag mussten die norwegischen Schüler ihre Rückreise antreten. Zuvor wurden die Präsentationen vorgestellt und alle wichtigen Ergebnisse zusammengetragen. Der Entwurf einer digitalen Broschüre, die in Kürze auf der Internetseite „eTwinning“  zur Verfügung steht, war der Abschluss des Projekts in Rees.

Am Samstag verabschiedeten sich auch die griechischen und portugiesischen Schüler. Ein Wiedersehen wird es jedoch vom 26. April bis zum 2. Mai geben, wenn fünf deutsche Schüler nach Griechenland fliegen, wo sie dann einige der Schüler aus den anderen Ländern wiedersehen werden.

Flemming Schenks Fazit: „Es war eine sehr informative, anstrengende, abwechslungsreiche aber vor allem sehr schöne Woche mit vielen neuen Bekanntschaften. Ich freue mich sehr darauf, einer der Schüler zu sein, die im April mit nach Griechenland fliegen dürfen, um all die anderen wieder zu sehen.“

(RP)