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Rees: Schokoticket: Keine Eile bei Kündigung

Rees : Schokoticket: Keine Eile bei Kündigung

Am Schulzentrum herrscht Verunsicherung, weil es heißt, dass Schulabgänger bereits jetzt das Busticket kündigen müssten. Die Niag versichert, dass dafür noch Zeit ist.

Am Schulzentrum herrscht Verunsicherung, weil es heißt, dass Schulabgänger bereits jetzt das Busticket kündigen müssten. Die Niag versichert, dass dafür noch Zeit ist.

Als eine der letzten Kommunen hat Rees bekanntlich das in der Kommune wenig beliebte Schokoticket eingeführt. Seitdem zahlen die Eltern der "Buskinder" 12 Euro im Monat. Dafür dürfen die Schüler auch außerhalb der Schulzeit bis nach Duisburg kostenlos mit Bus oder Bahn fahren.

Kritikpunkt war allerdings immer, dass es wegen des schlechten Angebots kaum Möglichkeiten gebe, das Ticket richtig zu nutzen. Vor allem im ländlichen Raum fahren abends keine Busse mehr. Dann müssen die Schüler doch wieder mit dem "Mama-Taxi" abgeholt werden. Auch jetzt noch ist diese Kritik zu hören.

Daher kann mancher es gar nicht erwarten, im kommenden Jahr das Ticket wieder abzugeben, wenn die Schulzeit endet.

Diesmal betrifft das besonders viele Schüler, weil bekanntlich ein Doppeljahrgang am Gymnasium Abitur macht. Für Verunsicherung hat gesorgt, dass es hieß, die Schüler müssten ihr Ticket bereits jetzt kündigen, um Fristen einzuhalten. Mancher bekam sogar schon vorformulierte Texte, mit denen das Ticket gekündigt werden sollte.

Das Reeser Schulverwaltungsamt beruhigt allerdings die Eltern. "Es besteht kein Anlass zur Eile. Die Eltern müssen gar nicht aktiv werden, die Kündigung läuft über die Kommune", erläutert Ludger Beltermann, Leiter des Schulverwaltungsamtes. Wie in den Vorjahren auch frage man bei den Schulen ab, welche Jugendlichen ihren Abschluss machen. Diese Information leite man an das Verkehrsunternehmen weiter, das die Kündigung regle.

Auch von der Niag selbst gab es gestern noch einmal ausdrücklich die Auskunft, dass jetzt niemand Eile bei der Kündigung haben müsse. "Es gibt keine festgeschriebenen Kündigungsfristen, es ist auch kurzfristig möglich, das Schokoticket zu kündigen", sagt Niag-Sprecherin Beate Kronen. Aus Sicht der Niag würden alle bis zum offiziellen Schuljahresende 31. Juli als Schüler gelten. Damit hätten sie auch das Anrecht auf das Schokoticket. Eine Kündigung vorher sei immer möglich, versicherte sie. Das sei auch unbürokratisch per Mail möglich.

Der VRR hat angekündigt, dass zum Jahresanfang die Preise angepasst werden. Das bedeutet eine Erhöhung der Tarife um 3,9 Prozent. Auch das Schokoticket wird um 2,5 Prozent teurer. Allerdings trägt diese Erhöhung der Schulträger, also die Stadt Rees. "Der Elternanteil bleibt bei 12 Euro, das ist auch die Obergrenze nach der Schülerfahrtkosten-Verordnung", erläutert VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik.

Teurer wird es für "Selbstzahler", also alle, die so nahe an der Schule wohnen, dass sie kein Anrecht auf ein Busticket haben. Das Schokoticket für Selbstzahler steigt von 29,80 auf 30,95 Euro.

(RP)