Schneller Brüter - Zeitzeugen erinnern sich in Rees

Gesprächsrunde : Schneller Brüter – Zeitzeugen erinnern sich

(RP) Auf Einladung des Reeser Geschichtsvereins Ressa referiert Thomas Velten heute ab 19 Uhr im Reeser Bürgerhaus über den Schnellen Brüter in Kalkar. Der Eintritt ist frei. Grenzüberschreitende Proteste, die vor 45 Jahren ihren Anfang nahmen, führten dazu, dass das Kernkraftwerk nie in Betrieb genommen wurde.

Thomas Velten, Oberstudienrat a.D. aus Kleve, verwaltet das Archiv der Bürgerinitiative „Stop Kalkar“ und das Archiv des 2008 verstorbenen Bauern Josef Maas, der durch seinen juristischen Widerstand gegen den Schnellen Brüter zur Symbolfigur der ökologischen Bewegung in Deutschland wurde. Velten geht in seinem Bildervortrag auf die sicherheitstechnischen und politischen Bedenken ein, die das umstrittene Bauprojekt von Anfang an begleiteten. Ressa hat auch die Grünen-Politiker Willibald Kunisch (Kalkar) und Helmut Wesser (Rees) sowie den Niederländer Stef Beumer eingeladen. Sie reden mit weiteren Zeitzeugen unter anderem über die Großdemonstration vom 24. September 1977, an der auch viele Reeser teilnahmen. Das damals beorderte Polizeiaufgebot war das größte in der Geschichte der Bundesrepublik. Im Gespräch mit dem Publikum werden auch Parallelen zu heutigen Protesten wie den „Friday for Future“-Demonstrationen vieler Schüler hinterfragt.

Am Samstag, 5. Oktober, besucht Ressa das Brüter-Museum in Kalkar und blickt hinter die Kulissen des zum Freizeitpark umgewandelten Kernkraftwerks. Über die Exkursion, an der auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können, informiert der Verein im Rahmen von Thomas Veltens Vortrag.

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