Emmerich: Schlösschen hat jetzt Freundeskreis

Emmerich : Schlösschen hat jetzt Freundeskreis

Nach Vorbild des Museums Kurhaus und des Koekkoek-Hauses Kleve wird der Förderverein Schlösschen Borghees nun aktiv und will für frischen Wind und mehr Veranstaltungen sorgen. Erste Vorsitzende ist Anke Neubauer.

Freddy Heinzel schlenderte durch die in der Herbstsonne blinkende Zufahrt zum Schlösschen. Mit kurzärmeligen Hemd. "Wir packen es an", so die Devise des Honorarkonsuls der Niederlande, der gemeinsam mit Alt-Bürgermeister Johannes Diks (ohne Bart) einen äußerst wichtigen Termin am Sonntagmorgen hatte. Da, wo noch die beiden Nachwuchskünstler Mark Dominik Kantorovic (Klavier) und Lena Veltkamp (Klarinette) im ersten Stockwerk ein exzellentes Konzert zum Besten gaben, übernahmen Diks und Heinzel im Anschluss die Moderation der Gründungsversammlung des Fördervereins Schlösschen Borghees. Gelungen.

Es war 12.45 Uhr als bestimmt zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen auch Stadtdirektor a.D. Dr. Hado Ebben, die Vereinssatzung als Gründungsmitglieder unterschrieben. Und gemeinsam mit dem Vereinsvorstand (Vorsitzende Anke Neubauer, Kassiererin Christiane Gertsen, Beisitzern Judith Hoymann vom TiK und Kulturchef-Michael Rozendaal) auf den neuen Verein mit Aperitif anstießen.

"Wir hatten eigentlich mit mehr Personen gerechnet", hieß es eingangs von Johannes Diks. Macht nichts, denn Vorbild ist der Klever Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus, der auch einmal ganz klein anfing und heute mittlerweile mehr als 1400 Mitglieder zählt, erklärte Freddy Heinzel. Was vor gut drei Jahren in einer Arbeitsgruppe mit der Frage "Was kann und muss man alles tun", begann, soll nunmehr eine flexible Nutzung zur Folge haben. Kunst, Kreativität und Behaglichkeit, das sind die Leitmotive des Schlösschens. Aber auch die Wirtschaft soll das denkmalgeschütze Herrenhaus mit altem Baumbestand, derzeit noch verwildertem Wassergraben und nicht zuletzt der ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Scheune für sich entdecken.

"Es ist für Tagungen und vieles mehr sehr interessant", so Diks: "Darüber hinaus wird die Rudolf W. Stahr-Stiftung jährlich mit 15.000 Euro hochwertige Veranstaltungen fördern." Zudem werde der grenzüberschreitende Aspekt, der das Haus prägte, eine herausragende Rolle spielen. Dafür werde, so Freddy Heinzel, bald ein Gespräch mit einem Vertreter des "Prins Bernhard Cultuurfonds" aus Amsterdam geben.

Für das Gründungsjahr, so sieht es die Beitragsordnung vor, werden keine Beiträge erhoben. Ab 2016 bezahlen Familien (Lebensgemeinschaften bestehend aus Eltern und Kindern) 70, Einzelmitglieder 50 und Unternehmen 200 Euro. Einen unbezahlbaren Auftritt auf der Treppe des ehrwürdigen Schlösschen ganz zum feierlichen Akt lieferten die Castle-Singers. Zum Abschluss lockte "Peter und der Wolf" die kleinen Kulturliebhaber ins erste Stockwerk, in dem das TiK das Stück zum Besten gab.

(D.K.)