Schlösschen Borghees in Emmerich

Borghees : Kulturscheune: Es fehlen noch 18.000 Euro

Förderverein Schlösschen Borghees stellte den Emmericher Kulturpolitikern das Projekt vor.

(mavi) 272.000 Euro hat der Förderverein des Schlösschens Borghees schon zusammen. Fehlen noch etwa 18.000 Euro – dann wäre der Umbau des alten Pferdestalls am Schlösschen zu einer Kulturscheune gesichert. Am Mittwoch stellte der Förderverein dem Kulturausschuss den aktuellen Stand der Planung vor. Seit fünf Jahren bemühen sich die Ehrenamtler um dieses Projekt, seit zwei Jahren gehen sie es konkret an. Nun kann es fast los gehen.

Architekt Patrick van Holt erklärte die baulichen Dinge, die geplant seien. Es soll ein barrierefreier, flexibel einsetzbarer Kulturraum entstehen; ein Theater. Das Dach und ein Großteil der Wände müssten abgerissen und neu gebaut werden. Feuchtigkeit und Salz hätten hier gewirkt.

Durch den Haupteingang wird man in ein Foyer mit Kasse gelangen. Von dort kommt man in den Theaterraum, der Platz für 64 Gäste plus vier Rollstuhlfahrer bietet (flexibel anpassbar). Das Marionettentheater wird fix installiert. Davor entsteht eine variabel nutzbare Bühne. Zwei Lagerräume, eine Behinderten-Toilette (weitere Gäste gehen aufs stille Örtchen im Schlösschen), ein Pausenhof sowie eine Pflasterung rund ums Gebäude komplettieren das Vorhaben. Sobald die Baugenehmigung vorliege, so van Holt, könne in sieben bis acht Monaten die Kulturscheune gebaut werden.

Der Vorteil im Vergleich zum Kaminzimmer im Schlösschen ist eindeutig die Barrierefreiheit. In der ersten Etage werde es zwar weiterhin einige Veranstaltungen geben, wie die Klavierkonzerte, die auf den großen Flügel zurückgreifen, aber die Kulturscheune wird die Möglichkeiten erhöhen. „Das Schlösschen Borghees ist fast täglich belegt. An jedem Wochenende finden Veranstaltungen statt“, schilderte Michael Rozendaal, Kulturamtsleiter. Judith Hoymann vom TIK, die die Theatergruppen leitet, ist es ein besonderes Anliegen, die Requisiten, die sie heute immer hin und her fährt, vor Ort lagern zu können. 

Die Abozahlen fürs Stadttheater entwickeln sich für die Saison 2018/19 erfreulich, so Rozendaal: Mit 1432 Abos sind 208 mehr als in der Vorsaison zu verzeichnen. 42 plus beim Kabarett, 166 beim Theater. Ferner wurde durch Spenden ein Defibrillator fürs Stadttheater angeschafft. Vormerken sollten sich Theaterfreunde den 20. Oktober. Da wird das Jubiläum 50 Jahre Stadttheater gefeiert.

Die Planung für die Theatersaison 2019/20 sei bereits im Gange: „Wir haben bereits zehn Theaterstücke gebucht. Erstmals wird Lilo Wanders nach Emmerich kommen“, kündigt Michael Rozendaal an. Auch vier Kabarett-Veranstaltungen seien vorgesehen. In vier bis fünf Wochen käme der Flyer mit dem gesamten Programm heraus.