Emmerich: Schadstoffe: Schule in Bocholt schließt vier Räume

Emmerich: Schadstoffe: Schule in Bocholt schließt vier Räume

Wegen Schadstoffbelastungen sperrt die Stadtverwaltung drei Klassenräume und einen Nebenraum in der Melanchthonschule Bocholt. Die Sperrung der Räume nach den Osterferien erfolge rein vorsorglich, wie Bocholts Stadtkämmerer und Gebäudedezernent Ludger Triphaus betont.

Zwar seien die betroffenen Räume laut eines Fachgutachters weiterhin nutzbar, da sie nur geringe Schadstoffwerte aufwiesen, gleichwohl nehme die Stadt als Schulträger die Sorgen und Bedenken der Eltern und Schüler ernst. Einige hatten sich nach Bekanntwerden vor den Osterferien geweigert, das Gebäude weiterhin zu betreten.

Die Entscheidung traf die städtische Gebäudewirtschaft am Freitagvormittag kurzfristig im Beisein und in Abstimmung mit Schulleiter Bruno Pastor und Benedikt Püttmann, Fachbereichsleiter für Jugend, Familie, Schule und Sport.

Die stillgelegten Räume werden innerhalb des Gebäudes kompensiert, die betroffenen Klassen weichen auf andere Zimmer aus. Nach den Sommerferien wird der Unterricht in mobile Klassenzimmer ausgelagert. Auf dem Schulhof werden dann rund zwölf Schulcontainer aufgestellt.

Das Gebäude der ehemaligen Fildekenschule am Mühlenweg wird heute von der Melanchthon-Hauptschule genutzt. Es ist über 100 Jahre alt und besteht aus zwölf Klassen- und drei Nebenräumen. Aktuell werden in der Melanchthonschule sechs Klassen unterrichtet. Im Laufe der Jahrzehnte wurden auch die Böden mehrfach saniert. Unter anderem mit teerhaltigem Parkettkleber, der heute als gesundheitsbedenklich eingestuft wird.

Die Stadt hatte letztes Jahr ein Gutachten erstellen lassen. Danach werden in vier Räumen die Richtwerte des Umweltbundesamtes leicht überschritten.

(RP)