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Sanierungen am Förderzentrum Grunewald in Emmerich laufen seit zwei Jahren

Förderzentrum : Noch viel zu tun in der Grunewaldschule

Seit gut zwei Jahren finden am Förderzentrum Grunewald Sanierungsmaßnahmen statt. Ein Gebäudeflügel steht noch aus. Erst wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, kann die Schule fit für W-Lan gemacht werden.

Schon seit mittlerweile gut zwei Jahren präsentiert sich das Förderzentrum Grunewald von außen schick. Rund 200.000 Euro investierte seinerzeit der Kreis Kleve, der Schulträger dieser Einrichtung an der Straße Hinter dem Kapaunenberg ist, für die Dach- und Fassadensanierung. Seitdem werden nach und nach auch die Innenräume in Angriff genommen, doch noch ist viel zu tun.

Regulär werden hier rund 170 Schüler mit Förderbedarf von 23 Pädagogen unterrichtet, 17 weitere stehen den 110 Schülern am zweiten Standort in Goch-Pfalzdorf zur Verfügung. Dazu kommen noch weitere 20 Schüler, die in zwei so genannten U-Turns, intensivpädagogischen Maßnahmen in Rees und Kleve, betreut werden.

Der Hauptstandort Emmerich war in die Jahre gekommen. Jetzt wird schon seit einiger Zeit im laufenden Betrieb saniert. Bereits fertig ist ein neuer Verwaltungstrakt mit großzügigem Lehrerzimmer, ein Arbeitsraum, das Sekretariat und das Schulleiterbüro. Im alten Verwaltungstrakt befinden sich jetzt ein Therapieraum sowie Räumlichkeiten für die OGS und die Schulsozialarbeit. Auch an drei Klassenräumen und dem PC-Raum wird gearbeitet. Bis zu den Ferien sollen die Maßnahmen beendet sein. Doch dann steht schon der nächste Flügel mit weiteren sechs Klassenräumen an.

Für Schuldirektorin Judith Greven ist die Sanierung auch unter einem anderen Aspekt wichtig, als nur zeitgemäße Räume zu haben. Denn erst wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind, kann das Gebäude auch für einen W-Lan-Betrieb ausgerüstet werden. „Weil ja auch Wände herausgebrochen werden, kann die Schule erst dann für die optimalen W-Lan-Standorte ausgeleuchtet werden“, erklärt sie.

Judith Greven hätte sich deshalb gewünscht, dass die Arbeiten in der Corona-Zeit, wo deutlich weniger Schüler als sonst vor Ort waren, forciert worden wären. „Aber es gibt natürlich Fahrpläne, die abgesprochen worden sind und eingehalten werden müssen“, weiß die Schulleiterin.

Auch für das Förderzentrum und die Eltern der Schüler mit Förderbedarf war die Zeit während der corona-bedingten Schließung nicht einfach. Ähnlich wie in den Kindergärten, gibt es hier eine Notbetreuung, die von elf Kindern in Anspruch genommen wird. Für die restlichen Kinder und jugendlichen wurden vom Kollegium anfangs noch Arbeitspakete für das Lernen zuhause ausgefahren, später konnte das Lernprogramm „Anton“ genutzt werden.

Das Wiederhochfahren des Schulbetriebs war für das Förderzentrum eine besondere Herausforderung. Denn anders als die anderen Schulen, startete die Grunewaldschule sofort mit der Primarstufe und der Klasse 10. Dennoch habe alles geregelt werden können, sagt Judith Greven. „Der Kreis Kleve hat uns hier gut unterstützt.“

Wie an allen anderen Schulen gibt es auch am Förderzentrum Grunewald momentan den so genannten rollierenden Unterricht in kleinen Gruppen mit vier bis fünf Kindern.  Die Unterrichtszeit ist auf 8.15 Uhr bis 11:45 Uhr beschränkt. Bis zu den Sommerferien werden alle Klassen noch fünf bis sieben Mal zum Unterricht kommen. Wie es nach den Ferien weitergeht ist noch nicht entschieden. „Wir hätten sie jetzt alle gerne wieder hier“, sagt Judith Greven, die ihre Schüler dafür lobt, dass sie die Hygiene- und Abstandsregeln gut einhalten: „Es ist toll, wie die Kinder das durchhalten.“