Emmerich: Rheinpark: Niemand ist Verlierer

Emmerich: Rheinpark: Niemand ist Verlierer

Der Rechtsstreit ist beigelegt. Die Baumfreunde und die Stadtverwaltung haben sich in Sachen Rheinpark geeinigt. Doch wie geht es weiter? Entscheidend ist eine Ausnahmegenehmigung vom Kreis Kleve.

Aufatmen im Rathaus nach dem Ende des Streits um die Rheinpark-Umgestaltung. "Das ist das beste, was bei der Verhandlung rumkommen konnte", erklärte Johannes Diks gestern gegenüber der RP. Denn die Grundzüge der Planung seien ja erhalten geblieben. Und auch die Baumschützer dürften sich über das Ergebnis freuen.

"Rechtsfriede hergestellt"

Bekanntlich hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf beide Parteien noch einmal an den Verhandlungstisch gedrängt, um kein Urteil über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens sprechen zu müssen. "Wichtig ist, dass nach diesem Kompromiss der Rechtsfriede wiederhergestellt ist", erklärte der Präsident des Verwaltungsgerichts, Dr. Andreas Heusch, der auch die Verhandlung leitete, zum Abschluss.

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Womit er die Tatsache anspricht, dass sich keiner als Verlierer fühlen muss und man sich weiterhin in Emmerich über den Weg laufen kann, ohne die Straßenseite zu wechseln. Denn das wäre zwangsläufig so gekommen, wenn über das Bürgerbegehren entschieden worden wäre.

Interessant auch das Gespräch von Bündnis-Mitglied Manfred Koch mit Bündnis-Rechtsanwalt Robert Hotstegs nach dem Verfahren in Düsseldorf. Da schilderte er seine Erleichterung darüber, dass man als "Bürger in Emmerich doch etwas erreichen kann".

Zurück zum Park: Da gehen die Detailplanungen in der Verwaltung mit Hochdruck weiter. Als nächstes soll die Ausnahmegenehmigung für das Fällen der 20 Bäume beim Kreis Kleve beantragt werden. Ein entsprechendes Schreiben wird vorbereitet. Abgeschickt wurde es gestern nach RP-Informationen aber noch nicht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Umgestaltung des Rheinparks - eine Chronologie der Ereignisse

(RP)