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Reeser SPD stellt Bodo Wißen auf

Er soll in 2020 neuer Bürgermeister von Rees werden : SPD setzt auf Bodo Wißen für Kommunalwahl

In 2020 ist Kommunalwahl. Die Reeser SPD stellt einen Kandidaten auf, dem nachgesagt wird, gute Chancen zu haben, Christoph Gerwers von der CDU abzulösen.

Die Reeser SPD stellt gegen den amtierenden Bürgermeister der CDU, Christoph Gerwers, einen Kandidaten auf, der im Vergleich zu vorherigen wohl die größten Chancen hat zu gewinnen.

Einstimmig hat der Vorstand der Reeser SPD am Donnerstagabend beschlossen, seinen Mitgliedern Bodo Wißen als Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im Herbst 2020 vorzuschlagen. Damit bewahrheitet sich, was bereits seit Wochen vermutet worden war.

„Wir freuen uns, dass Bodo Wißen als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung steht. Er ist ein erfahrener Politiker und Verwaltungsfachmann. Bürgernähe, Heimatverbundenheit und Gestaltungswille zeichnen ihn aus“, erklärt der Reeser SPD-Vorsitzende Karl van Uem.

Wißen wird in einer Pressemitteilung – verfasst in neudeutscher Gendersprache – folgendermaßen zitiert: „Rees ist mit dem Innenstadtbereich und den sieben Ortsteilen eine wunderbare Stadt. Ich möchte, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger und Besucherinnen und Besucher hier wohlfühlen. Wir benötigen mehr wohnortnahe Beschäftigung, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht wegziehen müssen. Dazu müssen wir die ortsansässigen Unternehmer besser unterstützen und Ansiedlungen erleichtern.“

Und weil der Wahlkampf nunmehr begonnen hat, lässt sich Wißen weiter zitieren: „Wir leben in einer schönen Umgebung und müssen unsere Umwelt und Natur bewahren. Der digitale Ausbau und die Stärkung erneuerbarer Energien bleiben für unsere ländliche Region zentrale Themen. Eine attraktive Bildungslandschaft, die sich am Bedarf der Kinder, Jugendlichen und Eltern orientiert, ist ebenso wichtig wie ein lebendiger Freizeit- und Kultursektor. Jeder soll sich im Reeser Stadtgebiet und den Ortsteilen wohlfühlen.”

Wißen ist 45 Jahre alt und lebt mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern in Haldern, wo er auch aufgewachsen ist. Nach dem Besuch der Hauptschule in Rees machte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in Wesel, holte sein Abitur am Abendgymnasium Duisburg nach und schloss 2003 sein Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ab.

Von 2005 bis 2010 war er Mitglied des Landtags. Dort war er verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Kommunalpolitik und Verwaltungsstrukturreform. Seit 2010 arbeitet Wißen im höheren Dienst für die NRW-Landesregierung. Unter anderem war er in der Staatskanzlei für europaaktive Kommunen zuständig, arbeitete in der Stadtentwicklungsabteilung des Bauministeriums und wurde für drei Jahre nach Brüssel und zeitweise nach Berlin an die dortigen Landesvertretungen entsandt.

Zurzeit arbeitet Wißen beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Er gehörte rund zehn Jahre dem Kreistag in Kleve an und ist Vizechef der SPD des Kreises Kleve.