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Reeser Rheinfest: Neue Rheinkönigin kommt mit Ziegenmaske

Rees : Reeser Rheinfest: Neue Rheinkönigin kommt mit Ziegenmaske

Heike Beyer ist in Rees bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Im nächsten Jahr ist sie 25 Jahre als Angestellte im Kolpinghaus tätig, das selber seinen 60. Geburtstag feiert.

Spannend ging es bei der Präsentation der diesjährigen Rheinkönigin am Sonntag zu. Oder sollte es vielleicht doch ein Rheinkönig sein? Selbst Bürgermeister Christoph Gerwers wusste bis kurz vor der Bekanntgabe nicht Bescheid. „Das ist das bestgehütetste Geheimnis in Rees, ich bin selbst gespannt“, sagte er. „Auf zu neuen Wegen“ – so das Motto des 18. Rheinfestes. Und so gab es einige Veränderungen, auch bei der Nominierung der Rheinkönigin. Die wurde diesmal nicht gewählt, sondern von der Reeser Werbegemeinschaft (RWG) ausgesucht – eine besondere Reeser Persönlichkeit.

Spannend blieb es bis zum Schluss. Endlich – um kurz nach 14 Uhr – kam das Cabrio, gesteuert von Bernd Tiggelbeck, mit der neuen Majestät am Markt an. Doch diese trug eine Ziegenmaske. „Es ist eine ‚Rääße Zick’, das Emblem der Werbegemeinschaft“, erklärte RWG-Vorsitzende Renate Bartmann. Der Bürgermeister lüftete dann das Geheimnis, beziehungsweise die Maske, und es erschien Heike Beyer. „Eine gute Wahl“, meinte eine Besucherin. Heike Beyer ist in Rees bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. O-Ton ihrer drei Kinder und zwei Enkel: „Wenn wir mit ihr durch die Stadt gehen, brauchen wir ganz viel Zeit zum Quatschen.“ Die 55-Jährige ist bekannt durch den kfd-Karneval, die Seniorenarbeit, die Caritas, den Kolpingverein und vieles mehr. „Vereinsleben ist das A und O für mich“, sagte sie. Im nächsten Jahr ist sie 25 Jahre als Angestellte im Kolpinghaus tätig, das selber seinen 60. Geburtstag feiert. Seit 50 Jahren gibt es den Kolping-Stammtisch. „Ich habe mich köstlich amüsiert, als die am Stammtisch heute morgen noch darüber spekuliert haben, ob es ein Rheinkönig oder eine –königin wird“, erzählte sie. Es sei nicht einfach gewesen, in Rees das Geheimnis zu wahren, aber es sei gelungen. „Bei so vielen Jubiläen fehlte eigentlich nur noch die Krönung zur Rheinkönigin“, sagte Renate Bartmann und überreichte die Schärpe und einen Blumenstrauß. Die Vorgängerin Lina Nienhuysen konnte leider nicht kommen, weil sie ein Praktikum im Parlament machte. Die neue Rheinkönigin Heike genoss die Fahrt mit dem Cabrio durch die Stadt, wobei ihr unterwegs viele „Untertanen“ zuwinkten.

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In der Stadt war richtig was los, viele nutzten das schöne Wetter zum Bummel durch die geöffneten Geschäfte. Andere bewunderten die Autos, die von elf Autohäusern präsentiert wurden: etwa den Mercedes Benz S 350 für 104.000 Euro oder den BMW i8 Coupe für 140.000. Dafür hätte man auch zehn Dacia Sandero kaufen können. Wer gerne mal ein Kart außerhalb der Kartbahn fahren wollte, der konnte eine Fahrt auf dem Streetkart wagen. Seit dem 1. Juli werden diese in Haldern ausgeliehen. „So mancher genießt damit eine Fahrt über den Deich“, erzählte Björn Fidorra.

Die Kinder amüsierten sich auf dem Karussell, dem Bunjee-Trampolin, der Schiffsschaukel, beim Kinderschminken oder auf der zweiten Spielemesse, die im Bürgerhaus stattfand. „Die wurde von den Jugendhäusern, den Tagesmüttern und der Stadtbücherei organisiert“, sagte Büchereileiter Thomas Dierkes. „Hier gibt es Spiele für alle Altersgruppen.“ Auf einer kleinen Bühne vor dem Rathaus stellten sich verschiedene Selbsthilfegruppen vor. Für Unterhaltung sorgte der Chor und der „Zirkus Schnick-Schnack“  der Lebenshilfe Unterer Niederrhein. An verschiedenen Verkaufsständen gab es Taschen, Schmuck, Handwerk – unter anderem handgemachte Tannenbaum- und Geschenkanhänger – Liköre, Marmeladen und Selbstgestricktes. Auch „Kulinarisch“ war die Auswahl groß. Die B-Jugend vom SV Rees verkaufte Würstchen, Getränke und Eis, um ihre Fahrt nach Spanien in den Osterferien zu finanzieren. Es gab Bratfisch und geräucherte Forelle, Suppen und Grünkohl. Für gute Laune sorgte die niederländische Hofkapelle „De Tröters“ mit einem Dutzend Musiker, die durch die Stadt marschierten und ihre mitreißende Musik zum Besten gaben.